Schüler entwickeln Netzwerkverwaltung mit Bandbreitenmanagement

31. Juli 2006, 10:17
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"LISA macht Administration einfach und kosteneffizient"

Im Rahmen eines Schulprojektes haben zwei Kärntner HTL-Schüler eine neue Verwaltungssoftware für Computernetzwerke entwickelt. Hinter dem Namen LISA (Linux Internet Service Administration) verbirgt sich eine Software, die die Möglichkeit bietet, den Hauptserver von Netzwerken mit einer Firewall abzuriegeln. Zudem erlaubt die Applikation ausschließlich authentifizierten Benutzern den Zugang zum Internet und nimmt eine faire Verteilung der Bandbreiten vor. "Das Ziel von LISA ist es, die Verwaltung möglichst einfach und kostengünstig zu halten", erklärt der 17-jährige Projektleiter Manuel Mitteregger im pressetext-Interview.

Probleme

"Auf die Idee zur Software haben uns die ständigen Probleme in Schülernetzwerken gebracht", so Mitteregger. "Die aus hohem Downloadvolumen resultierende unfaire Verteilung der Bandbreiten wird durch LISA verhindert. Außerdem können verschiedene Prioritätsklassen definiert werden, wodurch wichtigem Traffic der Vorzug gegeben werden kann."

Linux als Basis

Das System basiert vollständig auf Linux und muss lediglich am Server installiert werden. "Systeme unter Linux sind meist als Kommandozeilenprogramme bekannt und daher schwer zu administrieren. Wir haben die Steuerung von LISA im Click-Click-Go-Stil gehalten. Der Windows-ähnliche Stil des webbasierten Administrationstools sichert die einfache Bedienung von LISA", erläutert Mitteregger. Die Entwickler hoffen, die Tests im Sommer abschließen zu können. Im Schülerheim Koplinghaus Klagenfurt Ost soll ab Herbst die erste Version im Echtbetrieb eingesetzt werden. "Ich bin begeistert, dass unsere Schüler so engagiert sind. Wir freuen uns schon jetzt auf das Bandbreitenmanagement.", so Franz Robin, Geschäftsführer des Kolpingheims in Klagenfurt.

Suche nach Partnern

Aktuell suchen die jungen Programmieren noch nach Wirtschaftspartnern, die sie beim Entwickeln unterstützen. "In Folge ist LISA sicherlich für kleinere und mittlere Firmen empfehlenswert, wo die Zugänge zum Internet mit unterschiedlichen Prioritäten oder Berechtigungen erforderlich sind", führt Mitteregger aus. Jedoch steht neben dem kommerziellen Weg auch die Möglichkeit zum Open-Source-Projekt noch offen. "Das wird sich entscheiden, wenn die Software einmal im Realbetrieb läuft", meint Mitteregger abschließend gegenüber pressetext.(pte)

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