AMS-Streit: Bestellung der strittigen Posten ausständig

30. Juni 2006, 21:48
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ÖGB-Frauen fordern "bestqualifizierte Kandidatinnen" von Bartenstein

Wien - Die Bestellung der stellvertretenden AMS-Landesgeschäftsführungen in Oberösterreich und der Steiermark ist weiterhin ausständig. In der AMS-Verwaltungsratssitzung am Freitag gab es für keine/n der KandidatInnen die nötige Mehrheit. Es liegt nun an Minister Bartenstein, durch eine so genannte "Ersatzvornahme" die beiden Positionen zu besetzen. "Qualifikation muss Vorrang vor parteipolitischen Überlegungen haben. Die beiden Bestqualifizierten sind Birgit Eder in Oberösterreich und Herta Kindermann-Wlasak in der Steiermark. Sie müssen von Bartenstein als stellvertretende Landesgeschäftsführerinnen des AMS bestellt werden", verlangte ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits in einer Aussendung.

Die Bestellungen in Oberösterreich und der Steiermark müsse nach sachlichen Kriterien und nicht-diskriminierend erfolgen. "Herta Kindermann-Wlasak hat seit zwei Jahren die Funktion der stellvertretenden Landesgeschäftsführerin in der Steiermark ausgeübt und verfügt durch ihre Beschäftigung beim AMS über 20 Jahre praktische Erfahrung. Von der ArbeitgeberInnen-Seite wird dagegen eine externe Bewerberin favorisiert, die über keine arbeitsmarktspezifische Erfahrung verfügt. Damit sollte klar sein, dass sich Minister Bartenstein für Herta Kindermann-Wlasak entscheiden muss, wenn er tatsächlich die Bestqualifizierte für die Position sucht", solidarisierte sich Csörgits mit der Kandidatin.

In Oberösterreich sei Birgit Eder nach objektiven Kriterien die Bestqualifizierte. "Birgit Eder leitet derzeit die regionale Geschäftsstelle des AMS Wels. Ihrem externen Mitbewerber, Martin Steinbichl aus dem Büro des Landesrats Viktor Sigl, ist sie aufgrund ihrer arbeitsmarktspezifischen Kenntnisse und langjährigen Führungserfahrung deutlich überlegen", begründete Csörgits ihr Eintreten für Eder. (red)

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