von Robert Gernhardt

7. Juli 2006, 12:57
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"Der Wal vollzieht den Liebesakt zumeist im Wasser. Und stets nackt."

Hamburg - Robert Gernhardt setzte sich in seinen Gedichten kritisch mit einer großen Vielzahl von Themen, darunter auch Krankheit, Tod und Tagespolitik, auseinander. Es folgen einige Zitate von Robert Gernhardt:

"Lieber Gott, nimm es hin/daß ich was Besond'dres bin/Und gib ruhig einmal zu/daß ich klüger bin als du/Preise künftig meinen Namen/denn sonst setzt es etwas/Amen." (im Gedicht "Gebet" im Band "Besternte Ernte")

"Paulus schrieb an die Apatschen:/Ihr sollt nicht nach der Predigt klatschen." (im Gedicht "Weils so schön war" im Band "Wörtersee")

"Wenn einer eine Chemo macht/dann kann er was erzählen/und seine Umwelt Tag und Nacht/mit Selbsterlittnem quälen." (im Band "Die K- Gedichte")

"Mein liebes Kind, wir wollen dich befreien./Das heißt: Wir müssen dich zuvor beschießen./Wenn du das so verstehst: Als das Begießen/des Pflänzchens Freiheit, wirst du uns verzeihen." (im "Sonett vom Versuch eines amerikanischen Pressesprechers, einem irakischen Kind den Krieg zu erklären" im Band "Die K-Gedichte")

"Der Wal vollzieht den Liebesakt zumeist im Wasser. Und stets nackt." (im Gedicht "Animalerotica" im Band "Besternte Ernte")

"Die Basis sprach zum Überbau:? Du bist ja heut' schon wieder blau!'/Da sprach der Überbau zur Basis:? Was is?'" (im Gedichtband "Besternte Ernte") (APA/dpa)

Die Zitate stammen aus Bänden, die beim S. Fischer Verlag erschienen sind.
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