Ex-Polizeichef von New York gibt Annahme von Geschenken zu

21. Juli 2006, 07:33
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Geldstrafe für einstigen Heimatschutzminister-Kandidaten Kerik

New York - Der frühere New Yorker Polizeichef Bernard Kerik hat zugegeben, während seiner Amtszeit Geschenke beziehungsweise Dienstleistungen im Wert von zehntausenden Dollar angenommen zu haben. Er wurde am Freitag wegen Vorteilsnahme zu einer Geldstrafe von 221.000 Dollar (174.000 Euro) verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich eine Anzeige wegen Betrugs und Korruption erwogen, die eine Haftstrafe nach sich gezogen hätte.

Kerik räumte ein, das Angebot einer Baufirma zur Renovierung seiner Wohnung im New Yorker Stadtteil Bronx akzeptiert zu haben. Der Wert wurde auf 165.000 Dollar (130.000 Euro) geschätzt. Ferner gestand er, die Aufnahme eines Kredits verschwiegen zu haben, die er als hoher Repräsentant der Stadt hätte melden müssen. Er räumte auch ein, mit besagter Baufirma aus New Jersey über ein städtisches Projekt gesprochen zu haben. Zu einem möglichen Zusammenhang mit seiner privaten Renovierung äußerte er sich jedoch nicht.

Kerik war nach der Wiederwahl von Präsident George W. Bush Ende 2004 als Heimatschutzminister vorgesehen. Er verzichtete jedoch auf dieses Amt, nachdem bekannt geworden war, dass er eine möglicherweise illegal in die USA eingereiste Frau als Haushälterin beschäftigt und für sie nicht sämtliche Steuern abgeführt hatte. Kerik arbeitet heute als Berater für Sicherheitsangelegenheiten im Nahen und Mittleren Osten. (APA/AP)

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