ZiB-Redakteure kritisieren Grüne- und SPÖ-Aussagen bei NR-Sitzung

19. Juli 2006, 13:55
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Polemik und Verunglimpfungen seien kontraproduktiv - unabhängig, ob sie von Regierung oder Opposition kommen

Die Redakteure der Zeit im Bild haben "die zahlreichen persönlichen Angriffe und Unterstellungen gegen Mitarbeiter der ORF-Information", die in der gestrigen Sondersitzung des Nationalrats zum Thema ORF gefallen seien, scharf kritisiert. In einer Aussendung verweisen Danielle Spera, Elisabeth Totzauer und Dieter Bornemann im Namen der ZiB-Redakteure auf Aussagen des stv. Klubchefs der Grünen, Karl Öllinger, der von "schwarzen Betriebspolizisten" gesprochen hatte sowie auf Äußerungen des SPÖ-Abgeordneten Peter Wittmann, der "Durchgriff auf einzelne Redakteure und Beiträge" ortete.

"Das schadet nicht nur den Betroffenen, sondern der gesamten Redaktion und beeinträchtigt unsere Arbeit", kritisierten die ZiB-Redakteure. "Ebenso verhält es sich mit den derzeit fast inflationären Stellungnahmen diverser Politiker zur Arbeit der ORF-Journalisten", so die Redakteure, die sich "gegen diese Vorwürfe und Verallgemeinerungen verwehren". Es gelte noch immer das Redakteursstatut. "Ob es zu Verstößen dagegen gekommen ist, wird derzeit von einer internen Gruppe untersucht. Polemik und Verunglimpfungen sind in der derzeitigen Situation kontraproduktiv - unabhängig, ob sie von Regierung oder Opposition kommen", so die Journalisten. (APA)

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