Die virtuelle Berühmtheit

30. Juni 2006, 18:25
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Vielleicht wird die Berühmtheit des Kaisers ein wenig überschätzt - ein Kantersieg für Merkel

Franz Beckenbauer verteidigt die englischen Kicker: "Sie haben exzellenten Fußball gespielt."Franz Beckenbauer zeigt Verständnis für die gescholtenen Referees : "Die Spieler bleiben ständig liegen und wollen gelbe Karten provozieren."Franz Beckenbauer zieht eine makellose Zwischenbilanz seiner WM: "Besser kann es nicht laufen."Franz Beckenbauer scheut nicht vor Selbstkritik: "Man soll sich nicht ständig selber loben."Franz Beckenbauer pflegt zu relativieren: "Aber bis heute ist es uns gelungen, gute Gastgeber zu sein."Franz Beckenbauer nimmt reichlich Platz ein in der unendlichen virtuellen Welt. Binnen 0,05 Sekunden liefert google.at 2,640.000 Resultate. Womit der Kaiser FIFA-Präsident Joseph Blatter (1,600.000) deutlich hinter sich lässt, Niki Lauda (780.000) hat schon gar keinen Auftrag. Und doch muss man sich eine bange Frage stellen: Ist Franz Beckenbauer vielleicht gar nicht so berühmt, wie die Menschen glauben? Bei Angela Merkel muss Google zwar zwei Zehntelsekunden lang grübeln. Aber 6,120.000 Ergebnisse sind ein Kantersieg. Und gegen Herrn Pelé (17,200.000) zu verlieren, ist keine Schande. (DER STANDARD Printausgabe 01.07.2006))
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