Geht Klinsi, kommt "Plan B"

30. Juni 2006, 16:00
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DFB-Präsident Theo Zwanziger kann sich auch eine Lösungen mit Löw, Eilts und Sammer vorstellen

Berlin - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat nach Angaben seines Präsidenten Theo Zwanziger einen "Plan B" in der Schublade, falls Bundestrainer Jürgen Klinsmann nach der Weltmeisterschaft aufhören sollte. "Wir sind natürlich auch vorbereitet auf die Situation, falls es nicht gelingt, Jürgen Klinsmann zu halten", sagte Zwanziger vor dem WM-Viertelfinale am Freitag gegen Argentinien in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Der geschäftsführende DFB-Chef versicherte, dass es auf keinen Fall wie nach dem Rücktritt von Rudi Völler nach dem EM-Ausscheiden 2004 erneut zu einer langwierigen Trainersuche kommen werde. "Wir werden jedenfalls keine vier Wochen rumrangeln", erklärte Zwanziger. "Plan B" würde allerdings nur zum Tragen kommen können, "wenn Plan A scheitert. Aber der wird nicht scheitern", sagte der Präsident.

Zu den Plan-B-Lösungen zähle auch die Überlegung, den bisherigen Klinsmann-Assistenten und ehemaligen Austria Wien-Trainer Joachim Löw zum Cheftrainer zu befördern, sagte Zwanziger. Zudem habe der Verband seinen eigenen Trainerstab in den letzten Jahren unter anderem mit U21-Coach Dieter Eilts und dem Sportdirektor Matthias Sammer so verstärkt, "um die Situation zu beherrschen, wenn Klinsmann absagt".

Zwanzigers Wunschlösung bleibt aber eine Verlängerung mit Klinsmann, dessen Zweijahresvertrag am 31. Juli ausläuft. "Ich rede nicht über die vierte Stufe, wenn die erste nicht besprochen ist", sagte der DFB-Chef. Die "wichtigste Rolle" spiele der Bundestrainer. Eine Frist zur Entscheidung will er Klinsmann nicht stellen. "Die wird er sich selbst setzen", meinte Zwanziger. (APA/dpa)

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    Theo Zwanziger: "Plan B würde nur zum Tragen kommen können, wenn Plan A scheitert."

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