Mali: Tuareg-Rebellion soll beigelegt werden

4. Juli 2006, 15:20
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Verhandlungslösung unter algerischer Vermittlung erreicht - Konflikt reicht in die frühen 90er-Jahre zurück

Bamako - Unter algerischer Vermittlung ist ein Abkommen zur Beilegung der Tuareg-Rebellion im Norden Malis zu Stande gekommen. Das Dokument sei sowohl von der malischen Regierung als auch von Vertretern der Rebellen unterzeichnet worden, sagte einer der algerischen Vermittler am Freitag. Die Tuareg wollten nicht länger einen Autonomiestatus für die Regionen Kidal, Gao und Timbuktu beanspruchen. Die Regierung in Bamako habe im Gegenzug verstärkte Anstrengungen zur Entwicklung dieser Regionen zugesagt.

Die Regierung Malis hatte am 3. Juni um algerische Vermittlung gebeten, nachdem bei Überfällen von Rebellen auf mehrere Militärlager insgesamt sechs Menschen getötet worden waren. Der Konflikt reicht bis Anfang der 90er Jahre zurück. Damals waren mehrere hundert Menschen getötet worden. Die ehemaligen Rebellen sind mittlerweile mehrheitlich in die Armee Malis integriert, fühlen sich jedoch benachteiligt und nahmen zum Teil an den neuerlichen Gewalttaten teil, die Ende Mai begannen. (APA)

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