"SOS ORF" will Kandidatenhearing organisieren

26. Juli 2006, 12:24
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Auf freiwilliger Basis - "Wir werden versuchen, möglichst viel Öffentlichkeit herzustellen"

Die Plattform SOS ORF will vor der ORF-Wahl am 17. August die Kandidaten zu einem - freiwilligen - öffentlichen Hearing laden. Dies teilte Proponent Peter Huemer am Freitag in einer Aussendung mit. Ein Antrag der Grünen, ein solches (medien-)öffentliches Hearing ins ORF-Gesetz zu schreiben, war am Donnerstag im Nationalrat bei den Regierungsparteien abgeblitzt.

Kurz vor der Wahl will daher SOS ORF Kandidaten und Stiftungsräte zu einem Hearing laden. "Natürlich kann das nur eine freiwillige Sache sein", unterstrich Christian Schüller für die Plattform im Gespräch mit der APA. "Aber wir werden versuchen, möglichst viel Öffentlichkeit herzustellen." Ein Novum sei ein solches Hearing nicht, betonte er: 1994, als schließlich Gerhard Zeiler zum ORF-Intendanten gekürt wurde, habe der Betriebsrat eine ähnliche Veranstaltung im ORF-Theater organisiert.

Präsentation Lindners

Schüller rechnete damit, dass auch ORF-Generaldirektorin Monika Lindner, mit deren Bewerbung fix gerechnet wird, die Möglichkeit zur Präsentation wahrnehmen werde. "Zumindest gemessen an ihren Aussagen der letzten Zeit - sie hat für Dialog plädiert und einen 'Runden Tisch' initiiert - gehen wir davon aus, dass sie auch bereit ist, ihre Konzepte darzulegen."

Die Plattform SOS ORF hatte bis Freitagmittag knapp 70.000 Unterschriften gesammelt. Ein öffentliches Kandidaten-Hearing gehört zu den Forderungen der unabhängigen Initiative, die sich im Mai konstituiert hatte. (APA)

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