Forschungsziel Brennstoffzelle mit hohem Wirkungsgrad

7. Juli 2006, 16:23
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In Güssing wird Waldhackgut verwertet

Eisenstadt - Das Europäische Zentrum für Erneuerbare Energie in Güssing (EEE) arbeitet an einer Brennstoffzelle mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 60 Prozent. Ziel des EEE sei es, in drei bis fünf Jahren eine Ein-Megawatt-Brennstoffzelle im Einsatz zu haben, erklärte der Geschäftsführer des Zentrums, Reinhard Koch, am Freitag bei einer Webkonferenz.

Mit dem hohen Wasserstoffgehalt, der bei der Verwertung von Waldhackgut entstehe, wird im EEE Forschung an Brennstoffzellen betrieben. In einem Forschungsprojekt versucht man zudem, den Wasserstoffgehalt auf 80 Prozent zu steigern.

Waldhackgut

Um das Waldhackgut, mit dem in Güssing Wärme sowie Strom erzeugt werden, sei in Österreich bereits ein regelrechter "Krieg" ausgebrochen, so Koch. Die Papier- und Sägeindustrie und auch die Energieerzeuger benötigen es, weshalb das Produkt immer teurer werde. "Wenn das Produkt teuer ist, muss es noch effizienter in Energie umgewandelt werden", so der Geschäftsführer.

In Güssing entstehen aus erneuerbaren Ressourcen Wärme bzw. Kälte, Strom, synthetisches Erdgas sowie Treibstoffe. Mit dem synthetischen Erdgas wird ab dem kommenden Jahr eine Gas-Tankstelle für Pkw und die regionale Buslinie betrieben. Gemeinsam mit einem Schweizer Institut werden derzeit zehn Kubikmeter Erdgas pro Stunde erzeugt. Ab dem nächsten Jahr sollen 100 Kubikmeter möglich sein, kündigt Koch an. (APA)

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