Verkehrsbüro wächst weiter

18. Juli 2006, 15:24
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Österreichs größter Tourismuskonzern legte 2005 bei Umsatz und Ergebnis weiter zu - Börsegang steht vor der Tür

Kitzbühel - Das Österreichische Verkehrsbüro hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Umsatz und Ergebnis weiter zugelegt und Rekordergebnisse erzielt. Mit dem Erlös aus dem für 2008 geplanten Börsegang will die Gruppe weiteres Wachstum in allen drei Bereichen Touristik, Hotellerie und Gastronomie finanzieren, sagte Generaldirektor Dieter Toth am Freitag bei der Bilanzpressekonferenz in Kitzbühel.

"Der Börsegang steht vor der Tür und ist für 2008 geplant, die Vorbereitungen dafür laufen bereits", betonte Toth. Wie viel Prozent die Eigentümer an die Börse bringen wollen, sei noch nicht entschieden, jedoch wolle man auch künftig "weiterhin die Kontrolle über das Unternehmen behalten". Das Verkehrsbüro gehört zu knapp mehr als 60 Prozent der Bank Austria-nahen AVZ-Stiftung, 31 Prozent hält die Wiener Städtische Versicherung, der Rest befindet sich in Besitz der Stiftung von Toth selbst.

Filettierung nicht geplant

Mit dem Erlös aus dem Börsegang werde das Verkehrsbüro noch stärker wachsen können als bisher, zumal man ja "kein Sanierungsfall" sei und der Erlös daher auch nicht zur Schuldenabdeckung verwendet werden müsse, betonte Toth. Ein Teilverkauf oder eine Filettierung des Unternehmens sei nicht geplant. Europaweit liege das Verkehrsbüro im Ranking der größten Tourismuskonzerne derzeit auf Platz 15, mit dem geplanten Wachstum peile man die Top-10 an.

Der Umsatz von Österreichs größtem Tourismuskonzern stieg 2005 auf vergleichbarer Basis - inklusive der übernommenen Ruefa-Reisebüros - um 8,4 Prozent auf 827,5 Mio. Euro, das Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um 10 Prozent auf 20,9 Mio. Euro. In drei Jahren will Toth umsatzmäßig die Milliarde erreicht haben. (APA)

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    In den drei Sparten Touristik, Hotellerie und Gastronomie ist weiteres Wachstum geplant.

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