Molekül verbindet Gehirnhälften

3. Juli 2006, 09:00
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Erkenntnis könnte Therapien gegen Epilepsie ermöglichen

Berlin - Ein bestimmtes Molekül ist entscheidend an der Herstellung von wichtigen Nervenbindungen zwischen den beiden Gehirnhälften beteiligt. Wissenschaftern der Universität von Queensland in Australien gelang es jetzt bei Mäusen, ein Molekül zu identifizieren, das die Entwicklung des so genannten Corpus Callosum steuert.

Dieser Corpus ist eine große Faserverbindung aus Millionen einzelner Nervenfasern, die beide Hirnhälften miteinander verbindet und den Informationsaustausch zwischen der rechten und linken Hemisphäre des erwachsenen Gehirns regelt. Das so genannte Ryk-Rezeptormolekül führt die jungen Nervenfasern aus dem Corpus zu ihrem Ziel in der anderen Hemisphäre.

Menschen, bei denen einzelne Nervenfasern dieses Ziel in der gegenüberliegenden Hirnhälfte nicht erreichen, können an Epilepsie oder anderen Störungen leiden. Die Wissenschafter hoffen nun, dass das Wachstumsmolekül bei der Entwicklung von entsprechenden Therapien hilfreich ist. (APA/AP)

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