EU-Kommission geht gegen MasterCard-Gebühren vor

27. Juli 2006, 14:20
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Die Kreditkartengruppe wurde wegen des Verdachts wettbewerbsschädigender Geschäftspraktiken bei der Gebührenberechnung abgemahnt

Brüssel - Die EU-Kommission hat die Kreditkartengruppe MasterCard wegen des Verdachts wettbewerbsschädigender Geschäftspraktiken bei der Gebührenberechnung abgemahnt. Die Bedenken der Behörde bezögen sich auf die Mindestgebühren, die Einzelhändler zahlen müssten, wenn sie Kreditkarten mit dem MasterCard- oder Maestro-Logo akzeptierten, teilte die Kommission am Freitag in Brüssel mit. Durch die Festlegung dieser Mindestgebühr werde der Wettbewerb in der Branche behindert. Die Gesellschaft soll nun zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Die Brüsseler Behörde hatte bereits im September 2003 gegenüber MasterCard Bedenken wegen der Gebührenpraxis geltend gemacht. Diese Gebühren fallen laut Kommission insbesondere dann an, wenn mit den Kreditkarten anfallende Beträge grenzüberschreitend innerhalb der EU sowie auch innerhalb einiger Mitgliedstaaten beglichen werden. Fast 45 Prozent aller Karten im Europäischen Wirtschaftsraum tragen laut Behörde das MasterCard- oder Maestro-Logo. (APA/AFP)

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