EMC blättert 2,1 Milliarden Dollar für RSA Security auf den Tisch

9. Juli 2006, 16:58
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Speicherspezialist poliert Portfolio mit Sicherheitslösungen auf

Der Speicherspezialist EMC hat das Rennen um RSA Security gewonnen. Wie das Unternehmen gestern, Donnerstag, mitteilte, wird der Kaufpreis rund 2,1 Mrd. Dollar betragen, was 28 Dollar je Aktie entspricht. Das auf Sicherheits- und Identitätstechnologien spezialisierte Softwareunternehmen hatte sich seit einigen Monaten zum Kauf angeboten. Mit der Übernahme will sich EMC im Data-Storage-Bereich verstärkt mit dem Thema Sicherheit profilieren und so entscheidende Marktvorteile gegenüber der Konkurrenz herausschlagen.

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"Dieses Unternehmen und deren Tätigkeitsbereich sind brandheiß", meinte Joe Tucci, CEO von EMC, im Rahmen einer Pressekonferenz zur Übernahme. Er verteidigte den von Branchenanalysten als hoch eingeschätzten Kaufpreis mit dem Hinweis auf den besonderen Marktstellenwert von RSA Security. "Hier geht es um einen entscheidenden Technologievorsprung - und der war heiß umkämpft. Keinen Zugang zu den besagten Technologien zu haben und diese Mitbewerbern zu überlassen, hätte unsere Marktposition außerordentlich geschwächt", so Tucci.

Klar

"Wenn man die Strategie von EMC und CEO Tucci die letzten Jahre mitverfolgt hat, war es klar, dass die nächste bedeutende Akquisition in Richtung Security gehen wird, da dies die Sparte darstellt, in der wir bisher noch nicht vertreten waren", meinte Martin Rajsp, Country Manager von EMC in Österreich, in einer ersten Stellungnahme gegenüber pressetext. Dass es sich dabei allerdings um den Marktführer im Bereich Verschlüsselungssysteme und Identitätsschutz handle, sei hingegen doch beeindruckend, so Rajsp, der die Bedeutung und Größenordnung der Akquisition mit den Übernahmen von Legato und Documentum verglich.

Mehr Gewinn

Die Transaktion soll vorbehaltlich der behördlichen Freigabe und der Zustimmung der Aktionäre im dritten oder vierten Quartal abgeschlossen werden. EMC rechnet damit, dass die Übernahme den Konzerngewinn im Jahr 2007 um drei Cent je Aktie verwässern wird. Negative Auswirkungen auf den Konzerngewinn 2008 werden nicht erwartet. Art Coviello, derzeitiger CEO von RSA, wird fortan als Executive Vice President von EMC tätig sein und als Präsident der neu geschaffenen Division fungieren. Im vergangenen Jahr generierte das Unternehmen einen Jahresumsatz von 310,1 Mio. Dollar. Der Nettogewinn betrug 40,5 Mio. (pte)

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