Eurozone: Stagnation auf hohem Niveau

17. Juli 2006, 11:04
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Eurostat rechnet neuerlich mit 2,5 Prozent Teuerung - Weitere EZB-Zinserhöhung dennoch erst Ende August erwartet

Brüssel - Die Preissteigerung in der Eurozone stagniert auf hohem Niveau. Nach der ersten Schnellschätzung des EU-Statistikamtes Eurostat von Freitag lag die Inflation im Juni bei 2,5 Prozent. Schon im Mai war die Teuerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres vor allem auf Grund der hohen Energiepreise in den zwölf Euro-Ländern bei 2,5 Prozent gelegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität bei einer Inflation knapp unter 2 Prozent gewährleistet. Seit Ende 2005 haben die Währungshüter deshalb schon drei Mal im Quartalsrhythmus den Schlüsselzinssatz um jeweils 25 Basispunkte angehoben, zuletzt erst im Juni. Derzeit liegt der EZB-Leitzins bei 2,75 Prozent. Die nächste Zinserhöhung erwartet die Mehrheit der Analysten erst wieder am 31. August. Bei der nächsten EZB-Ratssitzung rechnet niemand mit einem weiteren Zinsschritt.

Die endgültigen Inflations-Zahlen für Juni wird Eurostat am 17. Juli veröffentlichen. Bisher hat sich die Berechnung der Vorausschätzung als zuverlässig erwiesen. In den vergangenen zwei Jahren wurde die Inflationsrate 15 Mal exakt vorausgeschätzt, neun Mal war der Unterschied 0,1 und ein Mal lag er bei 0,2 Prozentpunkten, so das Statistikamt. (APA)

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