Comeback der Badestrände

16. Juli 2006, 18:06
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Nach dem verregneten Saisonstart sind Touristiker für den Sommer dennoch optimistisch, setzen auf Mozart und deutsche Urlauber und erwarten ein Umsatzplus

Wien - Zum Start der Schulferien in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland und am nächsten Samstag in Westösterreich sind Österreichs Touristiker für die Sommersaison 2006 optimistisch. Zwar war der Saisonstart im Mai verregnet, aber: "Der Mai ist im Verhältnis unbedeutend, der Sommer ist noch lang", ist man sich im Wirtschaftsforschungsinstituts einig.

Dank des Wirtschaftsaufschwungs, der nun auch Deutschland erfasst habe, des stark beworbenen Mozart-Jahres und den "Nachwirkungen" der EU-Präsidentschaft sei in der heurigen Sommersaison neuerlich ein Umsatzplus von fünf Prozent zu erwarten, glaubt das Wifo. Bei den Nächtigungen allerdings dürfte es "höchstens eine leichte Steigerung" geben,

Im Sommer 2005 waren die Tourismusumsätze laut Wifo um 5,3 Prozent auf 9,76 Milliarden Euro gestiegen. Die Zahl der Nächtigungen ging leicht auf 59,6 Millionen zurück. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verringerte sich im Sommer 2005 von 3,9 auf 3,8 Tage. Rund 41 Prozent der Nächtigungen entfielen auf Deutsche, 30 Prozent auf Österreicher. Der Anteil der Ost- und Zentraleuropäer betrug 2,5 Prozent.

Türkei mit Buchungseinbruch

Das Tourismusjahr 2006 wird ein gutes Reisejahr, glaubt auch das Verkehrsbüro. Die Buchungen für Österreich-Urlaube seien im Moment allerdings etwas "zögerlich", vor allem aus Deutschland liege das Buchungsaufkommen unter dem Vorjahr. Die beliebtesten Auslandsreiseziele der Österreicher im heurigen Sommer sind laut Verkehrsbüro Griechenland, Spanien und Italien. Auf Platz vier folgt die Türkei, wo die Buchungen allerdings auf Grund von Vogelgrippe und Karikaturenstreit bis Mai um rund 30 Prozent eingebrochen sind. (APA)

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