"Schritt in die richtige Richtung"

3. Juli 2006, 11:30
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Slowenisches Außenministerium begrüßt Ortstafel-Einigung

Laibach - "Wir begrüßen die Entscheidung der österreichischen Regierung, insgesamt 141 zweisprachigen Ortstafeln in Kärnten aufzustellen", heißt es in einer Mittelung des slowenischen Außenministeriums von Donnerstagnachmittag. Die Entscheidung enthalte eine so genannte Öffnungsklausel, die es ermöglicht, dass in Zukunft auch neue zweisprachige topographische Anschriften hinzugefügt werden können, so die Mitteilung.

Es handle sich um einen "Schritt in die richtige Richtung", stellt das slowenische Außenministerium fest. Damit sei der Prozess der Problemlösungen, der schon Jahrzehnte dauere, noch nicht beendet. Noch immer bestehe ein Defizit bezüglich Standards, die vor einem halben Jahrhundert im Artikel 7 des Staatsvertrags aufgestellt wurden.

Standards

In Slowenien unterstütze man die Forderungen, Bestrebungen und Errungenschaften der slowenischen Minderheit in anderen Ländern, heißt es weiter in der Mitteilung des Außenministeriums. "Was für die slowenische Minderheit gut ist, ist auch gut für die slowenische Mehrheit in Slowenien." Besonders erfreulich sei es, wenn slowenische Organisationen jenseits der Grenzen im Einvernehmen auftreten. Falls diesbezüglich keine Einigung herrsche, hoffe das Außenministerium, dass diese sobald wie möglich erreicht wird. In der EU gelte der Grundsatz sprachlicher und kultureller Verschiedenheit. Wenn auf diesem Gebiet keine entsprechenden Standards erreicht würden, würde man sich mit noch schwereren Problemen beschäftigen müssen.

In den letzten Jahren sei bezüglich der Lage der Slowenen in Österreich ein Fortschritt erreicht worden, erklärte das slowenische Außenministerium abschließend in seiner heutigen Mitteilung. Das im freundschaftlichen Dialog und im Rahmen der Politik guter Beziehungen zwischen beiden Nachbarländern und Partnern in der EU gelungen. (APA)

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