Unruhige Rast nahe der freejazzigen Ekstase

19. Jänner 2007, 17:54
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Wolfgang Puschnigs "Alpine Aspects"

Altsaxophonist Wolfgang Puschnig ist einer der wenigen heimischen Jazzmusiker, denen auch international mit interesseprallem Respekt begegnet wird. Klar. Bei seinen Streifzügen durch die Stillandschaft hat er nahe der freejazzigen Ekstase unruhig Rast gemacht.

Er hat sich indes auch als sehr gediegener Kenner der afroamerikansichen Tradition zwischen Blues und Bebop geoutet. Und wer den Kärntner, ein Gründungsmitglied des Vienna Art Orchestra, improvisieren hört, der staunt, wie wenig Notenaufwand Puschnig mittlerweile braucht, um zu souveränen musikalischen Aussagen zu kommen. Puschnig - ein Mann der unverwechselbaren, markanten und jederzeit klaren Jazzaphorismen.

Alpine Aspects war ein Projekt, bei dem Puschnig seine global orientierte Stilistik einmal in Verbindung mit dem brachte, was er gewissermaßen im Rahmen seiner heimatlichen Sozialisation als kleiner Junge erleben konnte. Zusammen mit den Amstettner Musikanten entwirft Puschnig (und Band) eine singulär gebliebene Fusion von Jazz, Funk und Folklore.

Tiefe der Empfindung, Unmittelbarkeit der Grooves wird geboten. Und in diesem Kosmos der wohl noch nie da gewesenen gleichsam weltmusikalischen Verbindungen glänzt Puschnig als Komponist und Solist. (Ljubisa Tosic)

  • Wolfgang Puschnig: "Alpine Aspects"
Universal 2006, € 11,50,-
Zur Bestellung

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