Tschechien führt "Homo-Ehe" ein

3. Juli 2006, 16:02
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Bereits zahlreiche Anmeldungen - Adoption von Kindern bleibt untersagt

Prag - Als erstes postkommunistisches Land führt Tschechien an diesem Samstag nach jahrelangem Streit ein weit gehendes Gesetz über die Eintragung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ("Homo-Ehe") ein. Homosexuelle Paare haben dann die Möglichkeit, ihre Verbindung bei einer Behörde eintragen zu lassen. Laut einer am Donnerstag von Prager Medien veröffentlichten Umfrage haben sich bereits viele Paare Termine reservieren lassen.

Konservative Kreise, darunter Vertreter der katholischen Kirche sowie Staatspräsident Vaclav Klaus, kritisieren das Gesetz. Hingegen hatten sich Prominente wie der Sänger Karel Gott ebenso wie in Umfragen rund 60 Prozent der Tschechen dafür ausgesprochen. Die Adoption von Kindern bleibt nach dem neuen Gesetz jedoch untersagt.

Im ehemaligen "Ostblock" gibt es zwar unter anderem in Ungarn und Kroatien ähnliche Gesetze. Sie gehen aber nicht ganz so weit wie die vom Prager Parlament im März verabschiedete Regelung. (APA/dpa)

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