Mit 9,2 Jahren mittlerer Dauer waren die Bünde fürs Leben im Jahr 2005 auch wieder etwas kürzer als im Jahr davor. Dass es gemeinsam nicht mehr geht, erkennen immer mehr Menschen auch erst recht spät. 8,2 Prozent aller Paare, die sich im Jahr 2005 scheiden ließen, waren zwei Jahre oder kürzer verheiratet. Zehn Prozent waren dagegen mindestens 25 Jahre standesamtlich getraut. 18 Menschen trennten sich nach über 50 Jahren Ehe.
Der Trend zur Trennung zeigt sich besonders im Zehn-jahresvergleich deutlich. Im Jahr 1995 lag die Gesamtscheidungsrate noch bei 38,3 Prozent. Und die Trennungswilligen waren damals um durchschnittlich drei Jahre jünger als heute (Männer 41,5 Jahre, Frauen knapp 39).
Nicht nur die von der katholischen Kirche beschworene Unauflösbarkeit der Ehe ignorieren die Menschen, sondern auch den aus Kirchensicht Hauptzweck der Ehe: Die Fortpflanzung. 2005 gab es mit 14.740 Minderjährigen so wenige "Scheidungswaisen"wie noch nie in den vergangenen zehn Jahren. (moe, DER STANDARD - Printausgabe, 30. Juni 2006)
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Somit können sie nach eigenem Gutdünken jederzeit eine Beziehung beenden, eine Familie zerreißen und, anstatt sich ihrer naturgegebenen Aufgabe zuzuwenden (Kinderkriegen), sich mit solchem Firlefanz wie "beruflicher Karriere" beschäftigen. Die gesellschaftlichen Folgen sind verhängnisvoll: eine noch nie dagewesene Anzahl kaputter Ehen, Tausende von Scheidungswaisen, fortschrittliche "Patchworkfamilien" haben die Zersetzung und Überalterung der Gesellschaft mit sich gebracht, da die "modernen und selbstbewussten Frauen" immer später und weniger Kinder bekommen. Zur Kompensation der so entstehenden Bevölkerungsabnahme werden massenweise Zuwanderer ins Land gelassen, viele davon aus einem Kulturkreis, in welchem unsere traditionellen Werte ka
aber die meisten heutzutage geschlossenen ehen,vor allem bei sehr jungen paaren erinnern mich an die schulzeit.
da ist die resi mit dem sppl am samstag auf der party "zusammengekommen" und nächsten samstag war man wider mit wem anderen zusammen und so weiter.
wenn man mal über die einfachen worte" in guten wie auch in schlechten tagen" vorher ordentlich nachdenken würde,dann sollten viele am besten gar nicht erst heiraten.
die ehe als institution kann nämlich nichts für die deppen,die sie eingehen,weil sie glauben,das ist einfach nur ein schönes, romantisches erlebnis.
eheschliessung als gesellschaftliches ereignis hat nicht mal ansatzweise etwas mit dem grundgedanken zu tun.
was sind "sehr junge paare" ?
22 ? 19 ? 38 ?
und in welcher relation steht es zu unserer heutigen gesellschaft - etwa dem traum der gemeinsamen wohnräumlichkeiten, eventueller kinder, zeit füreinander ?
ich glaube man tut sich mit globalen aussagen dazu etwas schwer, einfach weil manche situationen sehr belastend sein können - durfte ich letztens bei bekannten erleben, die mit hausbau und schwangerschaft beschäftigt waren und dann ob der finanziellen situation komplett in streit aufgingen...
das problem ist aber auch, das mit dem alter meist die leidenschaft schwindet und die vernunft überhand nimmt - und, verzeih, aber es gibt nichts unschöneres, als jemand der vernunft willen zu heiraten/an sich binden... das hat die gegenhälfte nicht verdient.
wenn ich weiters vernünftig bin und nachdenke, so komme ich drauf, das eine ehe für den mann eigentlich nur nachteile bringt. für die frau sind es- bedingt- vorteile.
in einer welt, wo man aus vernunft heraus aufs kinderkriegen und sesshaftwerden verzichten sollte/könnte, ist somit die ehe eigentlich obsolet - und das sage ich als glücklich verheirateter mensch nach 8 jahren zusammenlebens...
sie können sich an hand meines nicks vielleicht vorstellen,daß ich mehr als nur grosses verständnis für unvernunft habe.
aber gut überlegen heisst nicht unbedingt vernünftig sein.
was ich ursprünglich sagen wollte war:
wenn man mit jemandem ein stück weit gehen möchte,sollte man sich-ehe man den schritt einer ehe eingeht-fragen,ob man hinter diesemn schritt auch wirklich aus voller überzeugung stehen kann-eine ehe sollte nicht etwas sein,daß man leichtfertig eingeht,weils grad lustig ist-deshalb ja gute und schlechte tage.
die meisten tun aber dann so,als ob sie nie was von den schlechten tagen gehört hätten.
man kann sicherlich mit jemandem einige heisse nächte aus jux verbringen-aber heiraten sollte man aus tiefstem ernst heraus.
bleibt aber immer noch die frage, warum heutzutage die ehe eingegangen wird - ist sie letztlich ein zeremoniell, das leicht---überflüssig wirkt.
ich für meinen teil sehe es als zeichen der überzeugung ( klingt jetzt etwas schwülstig ;), aber was bedeutet das heutzutage schon ?
insoferne verstehe ich auch die anderen einwände hier sehr gut, das nach sinnhaftigkeit gefrägt wird.
und bin sehr glücklich. Kann mich meinem Vorposter Basti Groß nur anschließen.
Mit gegenseitigem Vertrauen, Toleranz und der Bereitschaft sich auszusprechen kommen große Ehekrisen gar nicht erst auf.
Auf die Aussage "und was wenn die Liebe einfach aufhört?" kann ich nur sagen: nicht Verliebtheit mit Liebe verwechseln. Wenn die Hormone mal kurzfristig durchdrehen und wir uns in einem emotionalen Ausnahmezustand befinden, dann haben wir immer noch unser Hirn das wir zum Denken benutzen können. Klar hört der Zustand des Verliebt seins auf - aber Vertrauen und Liebe die im Lauf einer Ehe wachsen sind stabiler und erfüllender als hormonelle Unausgeglichenheiten.
allein wegen der körperlicher anziehung geschlossen.
diese sagt jedoch nichts darüber aus, ob die partner in ihren charaktereigenschaften kompatibel sind, was sich leider oft erst im laufe der jahre herausstellt.
trifft beides zu, ist es ein (seltener !) glücksfall und die ehe von dauer.
daher sind hohe scheidungsraten normal und zu erwarten.
habe ich aus Liebe geheiratet. Was ist daran seltsam? Wenn man einen Menschen liebt, dann ist diese Liebe bedingungslos. Eine Lebensabschnittspartnerschaft hat nichts mit Liebe zu tun: was muss das für eine Liebe sein, die ängstlich in die Zukunft blickt und dauernd damit rechnen muss, dass der Partner sich etwas Potenteres, Reicheres oder Schöneres sucht. Die wirkliche Freiheit existiert nur in der Ehe: im absoluten Sich-Verlassen-Können auf den Partner und im konstrutiven Bewältigen von Konflikten. Warum zu viele Ehen scheitern: weil wir verlernt haben, miteinander zu reden und die Partnerschaft einer Konsumhaltung unterwerfen: was Schwierigkeiten macht, wird entsorgt, niemand macht sich mehr die Mühe auch schlechte Tage auszuhalten.
ja - und nein.
ist "bedingungsloses verlassen-können" an eine institution gebunden ? wird es durch eine ehe - mithin symbolik - aufgewertet ? oder ist die ehe grundvoraussetzung ?
ich meine nicht. ist aber schön, das es noch menschen gibt die in so absoluten grössen denken...
Mündige Menschen kommen erst gar nicht auf solch abstruse Ideen.
Und lustigerweise rennen ja gerade die, die sonst immer an forderster Front "mehr privat - weniger Staat" plärren, am ehesten aufs Standesamt, um sich die amtliche Lizenz zum F***en abzuholen - irgendwie pervers. Seinen Freundeskreis lässt man ja schließlich auch nicht staatlich registrieren.
http://europa.eu.int/estatref/... nup_sm.htm
Gemeint ist die "total divorce rate".
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