Steirische Landeshypo steigerte Bilanzsumme

18. Juli 2006, 15:24
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EGT und Betriebsergebnis ging im 75. Geschäftsjahr zurück - Zinssaldo, Finanzgeschäft und Kroatien-Verluste unter anderem als Gründe

Graz - Im 75. Geschäftsjahr ihres Bestehens musste die Landes-Hypothekenbank Steiermark einen Verlust beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) und beim Betriebsergebnis hinnehmen, konnte aber wenigstens bei der Bilanzsumme ein Plus von 8 Prozent oder 423,4 Mio. Euro von 5,287 Mrd. auf 5,711 Mrd. Euro verzeichnen. Ausschlaggebend für die Rückgänge sind laut Vorstandsvorsitzenden Alfred Goger ein u.a. nicht so guter Verlauf beim Zinssaldo und beim Finanzgeschäft gewesen, wo die Erwartungen nicht erfüllt worden seien. Dazu kämen noch die Verluste aus missglückten Leasinggeschäften in Kroatien.

Das EGT belief sich im Jahr 2005 auf 10,9 Mio. Euro, 2004 hatte es noch rund 17,5 Mio. Euro betragen. Das Betriebsergebnis ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von rund 31 Mio. Euro auf 19,3 Mio. Euro gesunken. Bei den Aufwendungen z.B. für Altersvorsorge habe man die durch die Umstellung auf die internationalen Bilanzierungsnormen IFRS erforderliche Summe - rund 4,3 Mio. Euro - gleich in einem Jahr und nicht auf vier Jahre verteilt. Die Betriebserträge haben sich 2005 auf 73,2 Mio. Euro (2004: 79,2) belaufen.

Dividende

Für den Eigentümer der Landeshypo, die 442 Mitarbeiter in 20 Bankstellen beschäftigt - die Raiffeisenlandesbank (RLB) Steiermark hält 75 Prozent, das Land Steiermark 25 Prozent - schaut eine neunprozentige Dividende in Höhe von rund 1,3 Mio. Euro heraus. Damit liege man im Schnitt der vergangenen Jahre, erklärte Goger. An das Land Steiermark liefere man zusätzlich 3,6 Mio. Euro Haftungsprovision.

Im Kreditgeschäft habe man das Ausleihungsvolumen um vier Prozent oder 113 Mio. Euro auf insgesamt rund drei Mrd. Euro ausgeweitet. Dabei habe man in den Kerngeschäftsfeldern zweistellige Zuwachsraten - etwa bei Privatkunden und Freien Berufen - erzielt, erklärte Vorstandsdirektor Edwin Knoll. Zu beobachten sei allerdings ein Abflachen von des Trends zu Fremdwährungskrediten, insbesondere bei Schweizer Franken. Der Bereich Firmenkunden sei um 14,5 Prozent oder 94 Mio. Euro auf gewachsen, getragen vom Teilkundensegment Projektfinanzierungen.

"Für die Hypo, die am 2. März 1931 mit einer kleinen Geschäftsfläche im Grazer Landhaus gegründet worden ist, ist die Öffentlichen Hand als Kunde seit jeher von Bedeutung gewesen", meinte Knoll. In diesem Bereich sei man mit einem Finanzierungsvolumen von 862 Mio. Euro ein wichtiger Finanzpartner.

Aus dem zum Teil missglückten Leasinggeschäft in Kroatien habe Lehren gezogen, so der Hypo-Vorstand: "Vom risikoreichen Vermittlergeschäft haben wir uns mittlerweile getrennt, konzentrieren werden wir und auf den Großraum Zagreb und die wirtschaftlich stärkeren Regionen in Istrien und der dalmatinischen Küste". Der frühere Geschäftsführer habe sich zu sehr auf ihm vorgelegte Unterlagen verlassen, was künftig nicht mehr passieren werde, da man nun zwei osterfahrene Manager als Ablöse habe. (APA)

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