Neuer Startversuch der "Discovery" am Dienstag

4. Juli 2006, 12:12
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Zweimal wurde der Countdown wetter­bedingt abgebrochen - schlägt die Mission fehl, ist das Shuttle-Programm am Ende

Cape Canaveral - Nach zwei vergeblichen Anläufen soll die Raumfähre "Discovery" jetzt am Unabhängigkeitstag der USA am Dienstag starten. Dies sei ein großes Geschenk an die Nation, sagte John Shannon, stellvertretender Programmmanager bei der US-Raumfahrtbehörde NASA, am Sonntag in Cape Canaveral. "Das Wetter ist wirklich die einzige Sache, die wir nicht beeinflussen können", so Shannon, nachdem sowohl am Samstag als auch am Sonntag Gewitterfronten zum Abbruch des Countdowns geführt hatten.

Mehrkosten von insgesamt zwei Millionen US-Dollar

Die Chancen für einen Start am Dienstag stehen nach Angaben der Meteorologen mit 60 Prozent wieder besser. Das Spaceshuttle soll um 20.37 Uhr abheben und die siebenköpfige Besatzung zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Durch die beiden missglückten Anläufe sind der NASA Mehrkosten von insgesamt zwei Millionen US-Dollar (1,57 Millionen Euro) an Überstunden und Ausgaben für Treibstoff entstanden.

Zwangspause

Die NASA versuchte am Sonntag, das Beste aus der Situation zu machen. Nach einem Jahr Vorbereitung und einem sehr sorgfältigen Countdown wolle man nichts vorschnell tun, was im Hinblick auf das Wetter unüberlegt sei, sagte Shannon.

Nach einer Zwangspause von einem Jahr wegen technischer Probleme am Außentank will die NASA so schnell wie möglich wieder den regulären Shuttle-Flugbetrieb zur ISS aufnehmen.

Damoklesschwert

Beim diesem Start steht nicht zuletzt auch die Zukunft des bemannten Raumfahrtprogrammes auf dem Spiel: Sollte während der 13 Tage im Weltraum alles glatt gehen, sind zwei weitere Starts in diesem Jahr und auf lange Sicht die Fertigstellung der Internationalen Raumstation (ISS) geplant. Wenn die Fähre beim Start jedoch Schaden erleiden sollte, könnte NASA-Chef Michael Griffin die Raumschiffe ganz aus dem Verkehr ziehen. "Dann sind wir am Ende", sagte er Mitte Juni. (APA/dpa)

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    Zwei Startversuche mussten wegen Schlechtwetters bereits abgebrochen werden.

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    Für die Crew hieß es vorerst wieder "auschecken"

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