Deutsche Industrie von Februar bis April mit Auftragsplus

12. Juli 2006, 10:44
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Einbruch von März durch Plus im April wieder ausgeglichen - Auslands-Order wuchsen stärker als Inlandsnachfrage

Berlin - Die deutsche Industrie hat von Februar bis April mehr Aufträge erhalten als zuvor. Von Jänner auf Februar legten die Aufträge in Deutschland saisonbereinigt um 3,4 Prozent zu, wie das deutsche Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte. Im März sei die Nachfrage um 4,1 Prozent eingebrochen, doch dies habe ein Auftragsplus der Industriefirmen im April von 4,1 Prozent wieder ausgeglichen. Die Daten enthalten auch den Auftragseingang aus Nordrhein-Westfalen, der bisher wegen des Streiks im öffentlichen Dienst noch nicht zur Verfügung stand.

Insgesamt erhielten die Firmen zwischen Februar und April 2,1 Prozent mehr Bestellungen als in den drei Monaten zuvor. Bisher hatte das Statistische Bundesamt den Zuwachs auf 1,5 Prozent geschätzt. "Die Entwicklung der Auftragseingänge in der Industrie bleibt in der Tendenz weiter aufwärts gerichtet", erklärte das Ministerium. Wegen des positiven Geschäftsklimas seien auch die Aussichten für die Industrieproduktion günstig.

Rückgang im März

Der Rückgang im März sei vor allem auf eine schwache Auslandsnachfrage in diesem Monat zurückzuführen, teilte das Ministerium mit. Insgesamt seien die Nachfrageimpulse aus dem Ausland in den drei Monaten jedoch stark gewesen: Die Auslands-Order legten um 3,1 Prozent zu, die Inlandsnachfrage erhöhte sich um 0,9 Prozent. Großaufträge hätten in den drei Monaten keine überdurchschnittliche Rolle gespielt.

Im Vorjahresvergleich konnte die deutsche Industrie von Februar bis April 11,2 Prozent mehr Aufträge verbuchen - 16,6 Prozent mehr aus dem Ausland und 5,9 Prozent mehr Bestellungen aus dem Inland. (APA/Reuters)

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