München wehrt sich gegen Vorwürfe wegen Linux am Arbeitsplatz

31. Juli 2006, 10:17
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"Open-Source-Software auf dem Arbeitsplatz ist in München Wirklichkeit"

Für die Stadt München ist LiMux das Gleiche wie Wienux für Wien - nämlich eine Open-Source-Lösung für die Rechner der Gemeinde. Doch hatte es in der letzten Zeit einige Kritik von der Berliner Senatsverwaltung an dem Projekt gegeben - diese wurde nun vehement zurück gewiesen.

"Linux ist Realität"

Gegenüber Heise Online meinte der zuständige Projektleiter Peter Hofmann: "Open-Source-Software auf dem Arbeitsplatz ist in München Wirklichkeit". Aus Berlin war zu hören, dass die Münchner Migration hin zu freier Software in einem Anfangsstadium stecken geblieben sei. Hofmann gesteht zwar Verspätungen ein, die aus einer verschobenen Ausschreibung und dem Abwarten der EU-Entscheidung zum Urheberrecht, sieht aber Open-Source-Software bereits im Einsatz.

Pilotphase

Derzeit würden im Rahmen einer Pilotphase schon rund 100 AnwenderInnen mit dem Softwarepaket arbeiten. Laut Hofmann werke bereits "die überwiegende Zahl der Nutzer" der Stadtverwaltung mit einzelnen Open-Source-Programmen "unter dem noch vorherrschenden Betriebssystem Microsoft Windows". Dies soll vor allem in den Bereichen Web-Browsing, E-Mail-Kommunikation und Grafikbearbeitung der Fall sein.

"München ist gescheitert"

Die Diskussion rund um LiMux entbrannte an einer Aussage des Berliner IT-Staatssekretärs Ulrich Freise, der in der vergangenen Woche im Berliner Abgeordnetenhaus erklärte, dass er von einem Manager in München erfahren habe, dass die Migration hin zu Linux dort "an der Wirklichkeit gescheitert" sei. In München zeigte man sich verwundert, da es keinerlei Gespräche zwischen den Verwaltungen gegeben habe.(red)

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