Katholische Frauenbewegung fordert Öffnung der Weiheämter

29. Juni 2006, 14:31
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Seelsorgerinnen im Haupt- und Ehrenamt sollten zum ständigen Diakonat zugelassen werden

Wien - Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) nimmt das morgige Fest der Heiligen Peter und Paul - den traditionellen Tag der Priesterweihen - zum Anlass, einmal mehr ihre Forderungen in Sachen "Öffnung und Weiterentwicklung kirchlicher Weiheämter" laut werden zu lassen. Das diesjährige Rekordtief an Neupriestern sollte nach Ansicht der kfbö "kein Grund zum Klagen, sondern ein Impuls für eine Reform der Zulassungsbedingungen" zu katholischen Weiheämtern sein.

"Ängstliches Festhalten"

In einer Aussendung wandten sich die katholischen Frauen gegen das "ängstliche Festhalten an Tradition und Vorschriften" und appellierten erneut an die Kirchenleitung, in einem ersten Schritt all jenen Frauen, die bereits haupt- und ehrenamtlich in der Kirche als Seelsorgerinnen wirken, den Zugang zum ständigen Diakonat zu ermöglichen.

Keine Diskussionsgrundlage

Auf die Debatte um die Frauenweihe will sich der "Linzer Priesterkreis" (LPK) indes nicht einlassen und distanziert sich vom Linzer Priesterratssprecher Walter Wimmer wegen seinen Äußerungen zur Frauenweihe. Wimmer hatte gemeinsam mit Margit Haufft von der kfbö die Öffnung für Frauen diskutieren wollen. Diese reine Gespärchsbereitschaft, nicht ein Gutheissen, ist für die Mitglieder des Linzer Priesterkreises Anlass genug, dass sie sich von Wimmer nicht mehr verteten fühlten, berichtet kath.net. (APA/red)

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