Für Kukacka nur Zwischenlösung

21. Juli 2006, 16:02
posten

Maßnahme für Verkehrsstaatssekretär nur bis zur flächendeckenden Einführung von Tagfahrlicht in ganz Europa

Wien - Für Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka (V) ist die derzeit bestehende Regelung für Licht am Tag, die Verkehrsverminister Hubert Gorbach (B) im vergangenen Jahr durchgebracht hatte, nur eine "Zwischenlösung, bis es zu einer europaweit verpflichtenden Ausstattung mit Tagfahrlicht kommt", wie er am Donnerstag in einer Aussendung mitteilte. Sollte Licht am Tag einspurige Fahrzeuge und Fußgänger tatsächlich weniger gut wahrnehmbar machen, müsse man die Vorschrift noch einmal überdenken.

Bereits während der Vorbereitungs- und Einführungsphase habe es zahlreiche Stimmen gegeben, die die neue Regelung mit Skepsis gesehen hätten, so Kukacka. Hauptargumente waren laut dem Staatssekretär eine mögliche Gefährdung der einspurigen Fahrzeuge und der Fußgänger. "Die widersprüchlichen Expertenmeinungen bestehen offenbar immer noch", sagte er.

Die ÖVP habe daher auf eine Evaluierung der Regelung gepocht und diese auch im parlamentarischen Verkehrsausschuss einstimmig festgehalten, so Kukacka. Demnach soll innerhalb von zwei Jahren wissenschaftlich die Wirksamkeit von Licht am Tag auf die Verkehrssicherheit untersucht und entsprechende Verbesserungsvorschläge dem Nationalrat vorgelegt werden. Er habe Gorbach noch im Dezember 2005 in einem Schreiben ersucht, eine entsprechende Studie in Auftrag zu geben, sagte der Staatssekretär.

Kukacka verwies zudem auf die Vorteile von Tagfahrlicht: Diese Leuchten seien vier Mal heller als Begrenzungsleuchten. Zudem würden sie wesentlich weniger Energie verbrauchen und nicht blenden. (APA)

Share if you care.