Greenpeace: User wollen "Bio-PCs"

7. Juli 2006, 10:33
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Untersuchung: Mehrheit der PC-Nutzer wären bereit mehr Geld für umweltfreundliche Computer zu zahlen

Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Untersuchung in neun Ländern hat ergeben, dass die meisten PC-Nutzer bereit wären, mehr Geld für umweltfreundliche PCs zu zahlen.

Geld

54 Prozent der User in Deutschland, 62 Prozent auf den Philippinen, 65 Prozent in Polen, 68 Prozent in England, 78 Prozent in Mexiko, 81 Prozent in China und 84 Prozent in Thailand würden mehr Geld für umweltfreundliche Hardware ausgeben. Die Geldbeträge, die dafür ausgegeben werden würden, rangieren zwischen 47 Euro in Deutschland, 56 Euro in Polen, 69 Euro auf den Philippinen, 93 Euro in England, 110 Euro in Thailand, 158 Euro in China und ganze 181 Euro in Mexiko.

Verantwortung

Mit Ausnahme der Philippinen ist die Mehrheit in allen genannten Ländern der Auffassung, dass die PC-Hersteller für die Entsorgung giftiger oder umweltschädlicher Materialien verantwortlich sein sollten.

Unternehmen verhalten sich unterschiedlich

Der Computerhersteller Dell hat bereits reagiert, zwei umweltschädliche Chemikalien kommen in Zukunft nicht mehr zum Einsatz. Panasonic hat bereits im vergangenen Jahr entsprechende Maßnahmen gesetzt und schon seit Oktober 2005 giftige chemische Substanzen aus seinen Produkten verbannt. Auch Hewlett Packard, LGE, Nokia, Samsung, Sony and Sony Ericsson haben bereits Engagement gezeigt, in naher Zukunft keine schädliche Stoffe mehr zu verwenden. Völlig unbeeindruckt von den Greenpeace - Forderungen zeigen sich hingegen Acer, Apple, Fujitsu-Siemens, IBM, Lenovo, Siemens und Toshiba. Den schwarzen Peter erhält laut Greenpeace Motorola, das Unternehmen hat sich nicht dazu verpflichtet, auf giftige Stoffe zu verzichten. (red)

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    Schon im Jahr 1997 machte Greenpeace gegen die Verschiffung von illegalem und gefährlichem Computer- Müll mobil. Im Schiff im Hintergrund befanden sich drei Container mit giftigen Abfällen, die im Hafen von Hong Kong gefunden wurden und auf Druck von Greenpeace wieder in ihr Ursprungsland Australien gebracht wurden.

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