Postbus-Projekt "Schülerlotse" in Niederösterreich

29. Juni 2006, 09:01
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Geschulte ältere Schüler übernehmen Verantwortung für jüngere

Krems - Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr ist der ÖBB Postbus GmbH ein großes Anliegen. "Durch Bewusstseinsbildung und auch durch praktischen Unterricht wollen wir die Sicherheit, vor allem unserer jüngsten Fahrgäste, im Straßenverkehr erhöhen", erklärte Geschäftsführer Paul Frey anlässlich einer Projektpräsentation am Mittwoch in Krems.

In Kooperation mit Schulen, Exekutive und dem Kuratorium für Verkehr wurden Info-Broschüren erstellt und das Projekt "Schülerlotse" umgesetzt: Seit Februar 2005 übernehmen entsprechend geschulte Schüler der vierten Klasse der Regionalhauptschule Wachau und des polytechnischen Lehrganges Verantwortung für die jüngeren "Kollegen". Sie sorgen dafür, dass beim Einsteigen nicht "gedrängelt" wird und im Bus auch der Kleinste seinen Sitzplatz findet. Neun Schülerlotsen sind zur Zeit in Spitz an der Donau im Einsatz, die Rückmeldungen der Busfahrer überaus positiv. Es gilt, potenzielle Gefahrenquellen wie etwa Unachtsamkeit zu vermeiden - ebenso aber auch Sachbeschädigungen im Fahrzeug.

Laut Aussendung der ÖBB NÖ bietet Postbus eine eigene Verkehrserziehung für Kindergärten und Schulen an. Die Kinder lernen bei diesen Veranstaltungen, wie sie sich im öffentlichen Verkehr - vor, während und nach der Fahrt - verhalten sollen. Das Flugblatt "Die 9 Gebote der Sicherheit" ergänzt die Schulung, die im Vorjahr 20 Klassen absolviert haben. Die Verkehrserziehung wird kostenlos von der Verkehrsleitung NÖ West angeboten (Anmeldung unter 07472/62119).

In Niederösterreich befördert die ÖBB-Postbus GmbH jährlich 54 Millionen Fahrgäste. Mehr als 33 Millionen davon sind Schüler, 1,5 Millionen Lehrlinge.

Mit 350 Buslinien (10.500 Kurse) und 6.000 Haltstellen besteht im Bundesland ein dichtes Netz, auf dem täglich 554 Busse unterwegs sind. Die 850 Buslenker legen dabei jährlich 36,6 Mio. Kilometer zurück.(APA)

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