Wiener Universität-Frauenklinik mit "Exzellenzzentrum"

29. Juni 2006, 11:18
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Verbesserte Betreuung der Krebspatientinnen

Wien - Die Wiener Universitäts-Frauenklinik will mit einem "Exzellenzzentrum" für gynäkologische Krebserkrankungen nach dem Vorbild aus anderen europäischen Staaten eine besondere Qualität in der Versorgung der betroffenen Patientinnen bieten. In Österreich sollten fünf bis sieben derartige Spezialeinrichtungen bestehen.

Auch im österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) sind laut Univ.-Prof. Dr. Sepp Leodolter derartige Strukturen vorgesehen, um die Qualität der Betreuung der Patientinnen zu sichern und eine optimale Rund-Um-Betreuung zu gewährleisten. Der Experte zitierte den Plan: "Karzinome sollten dort behandelt werden, wo nicht nur die richtige Indikation gestellt wird, sondern auch die nötigen Rahmenbedingungen zur Umsetzung der bestmöglichen Behandlung angeboten werden." Hinzu kommt, dass an solchen Zentren auch Spezialisten für die Zukunft ausgebildet werden.

Die Universitäts-Frauenklinik am Wiener AKH - so die Experten - erfülle die Kriterien für eine solche Einrichtung mit pro Jahr rund 170 betreuten Krebspatientinnen und einem umfassenden Behandlungsangebot. In Europa sind neben Wien derzeit nur Kliniken in Deutschland (Freiburg, Nürnberg) und in Belgien (Leuven) solche Zentren nach den Vorgaben der Europäischen Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie.

Im Endeffekt steht hinter solchen Bestrebungen auch das Prinzip "Übung macht den Meister", wonach erst ab einer gewissen und ständigen Routine in der Behandlung spezifischer Erkrankungen die besten Erfolge erzielt werden. An der Universitäts-Frauenklinik in Wien gibt es mit der Abteilung für Spezielle Gynäkologie (Leiter: Univ.-Prof. Dr. Ernst Kubista) auch ein "Brustzentrum", das sich auf die Betreuung von Frauen mit einen Mammakarzinom spezialisiert hat. (APA)

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