Verhaltene Zustimmung für Malakis "Versöhnungsangebot"

1. Juli 2006, 16:34
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Mehrere Rebellenführer für politische Integration ihrer Truppen im Austausch mit Waffenverzicht - Bedingungen für Waffenruhe

Bagdad/Kairo - Nach mehreren kleineren Widerstandsgruppen im Irak ist Regierungsangaben zufolge auch eine der einflussreichen Islamisten-Gruppe dazu bereit, auf das Versöhnungsangebot von Ministerpräsident Nuri al-Maliki einzugehen. Die regierungsnahe irakische Zeitung "Al-Sabah" berichtete am Mittwoch, die Armee der Mujaheddin sowie zwei weitere Widerstandsgruppen hätten sich positiv zu dem Vorschlag geäußert. Dieser war am Sonntag von Maliki präsentiert worden und sieht eine Integration der bewaffneten Gruppen in den politischen Prozess vor, wenn diese ihre Waffen niederlegen.

Sieben andere, überwiegend nationalistisch orientierte Gruppen sollen Anfang der Woche ihre Bereitschaft signalisiert haben, auf das Angebot einzugehen. Die Armee der Mujaheddin gilt als eine der bedeutenden Gruppen des islamistischen Widerstands gegen die US-geführten Truppen im Irak. Sie hat sich vor allem zu Anschlägen gegen US-Soldaten bekannt.

Bedingungen für Waffenruhe

Nach Informationen der Zeitung haben die Aufständischen auch Bedingungen für eine Waffenruhe gestellt. Sie forderten unter anderem einen Zeitplan für den Abzug der ausländischen Truppen, eine Anerkennung des "legitimen Widerstandes gegen die Besatzungstruppen" sowie eine Rehabilitierung der Mitglieder der unter Saddam Hussein regierenden Baath-Partei.

Ausgeschlossene Gruppen

Auf einer Internetseite von Islamisten tauchte unterdessen eine Erklärung im Namen der Terrorgruppe Ansar al-Sunna auf. Darin hieß es, die Gruppe lehne Malikis Angebot ab, da dieser ein Kollaborateur sei. Der irakische Regierungschef hatte ausdrücklich betont, sein Angebot richte sich ohnehin nicht an Gruppen wie Ansar al-Sunna, an deren "Händen das Blut von Irakern klebt". (APA/dpa)

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