Notebooks deutlich fehleranfälliger als Desktops

6. Juli 2006, 10:34
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Gartner: PC-Hardware wird aber immer zuverlässiger

Auch wenn die meisten Notebooks nicht gleich explodieren, so halten sie doch weniger aus als Desktop-PCs. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Gartner.

Notebooks

Bei Notebooks aus den Jahren 2003 oder 2004 haben 20 Prozent der Besitzer schon im ersten Jahr mit einem Hardware-Problemen zu kämpfen, im vierten Betriebsjahr sind es schon geschätzte 28 Prozent. Bei neueren Notebooks (2005 oder 2006) sinkt dieser Prozentsatz auf 15 (erstes Jahr) bis 22 (viertes Jahr).

Desktop-Systeme

Mit besseren Zahlen können Desktop-Systeme aufwarten. In den Jahren 2003 und 2004 gekaufte Geräte weisen im ersten Jahr eine Fehlerrate von sieben Prozent auf, im vierten Jahr steigt diese Rate auf sieben Prozent. Bei neuen Geräten kommt es im ersten Jahr nur mehr bei fünf Prozent der Desktop-Systeme zu Problemen, im vierten Jahr sind es zwölf Prozent.

Bei in den letzten zwei Jahren erworbenen Notebooks machen am häufigsten Motherboard und Festplatte Probleme, aber auch Chassis, Tastatur und Bildschirm sind gefährdet.

Situation verbessert

"Die Situation hat sich stark verbessert. Noch 2003 war jedes fünfte Notebook innerhalb des ersten Jahres kaputt", wertet Gartner-Experte Brian Gammage im pressetext-Gespräch die nun erreichten 15 Prozent als signifikante Steigerung. Der Umbruch der Computer-Industrie, der in den letzen Jahren eine Reihe von Kostenoptimierungsmaßnahmen mit sich gebracht hat, habe zu verbesserten Zulieferabläufen und schnellerer Problembehebung bei den Herstellungsprozessen geführt, meint Gammage. Für die Zukunft ortet Gammage zwar weiteren Raum für Verbesserungen, signifikante Steigerungen der Zuverlässigkeitsrate seien aufgrund der schwierigen Marktbedingungen allerdings nicht zu erwarten.

Ausfallsraten

"Gerade bei Notebooks muss man höhere Ausfallsraten technologiebedingt wohl akzeptieren", meint Gammage. "Ein Notebook ist ein delikates Produkt, das besonders dünn und leicht sein soll. Es weist daher natürlich auch nicht die Robustheit eines Desktop-PCs aus und ist dementsprechend anfälliger", will Gammage Notebook-verliebten Anwendern auch für die Zukunft nicht allzu große Hoffnungen machen.

Hardware-Defekt

Als Hardware-Defekt für die Studie definiert Gartner jeden Zwischenfall, bei dem eine Komponente ausgetauscht werden muss - sei es ein kaputter Notebook-Verschluss oder ein Wechsel des Motherboards oder der Festplatte. Da Hardware-Hersteller im Normalfall keine offiziellen Zahlen zur Zuverlässigkeit ihrer Produkte veröffentlichen, greift Gartner auf interne Informationen von Computerherstellern sowie Garantieabwicklern zurück. Darüber hinaus fließen in die Analyse auch Erfahrungswerte von zigtausenden Geräten des eigenen Kundenstamms. (red/pte)

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    Bei Notebooks machen am häufigsten Motherboard und Festplatte Probleme, aber auch Chassis, Tastatur und Bildschirm sind gefährdet.

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