Gute Aussichten für deutsche IT-Systemhäuser

7. Juli 2006, 10:33
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Verbesserte Investitionsneigung - Hinwendung zu Services zahlt sich aus

Die deutschen IT-Systemhäuser blicken optimistisch auf das laufende Jahr. 95 Prozent der 25 größten Branchenvertreter rechnen für das laufende Jahr mit steigenden Umsätzen. Mehr als ein Drittel gehen sogar von einem Umsatzplus von über zehn Prozent aus. Das hat jetzt eine Marktumfrage der IT-Handelszeitschrift ComputerPartner ergeben, die jährlich unter den 25 umsatzstärksten Systemhäusern durchgeführt wird.

Die überwiegende Mehrheit der Systemhäuser sieht die verbesserte Investitionsneigung ihrer Kunden als einen der Hauptgründe für den erwarteten Aufschwung. "Die Investitionsbereitschaft hat darüber hinaus an Breite gewonnen und erfasst jetzt auch den Mittelstand", erklärt SES Research-Analyst Frank Biller im Gespräch mit pressetext. Im Hardwaregeschäft wird der Anstieg bei den Stückzahlen dem Experten zufolge aber durch den Preisverfall weitgehend kompensiert. Die Systemhäuser setzen deshalb stärker auf IT-Services. "Das macht sich zunehmend bezahlt", meint Biller. Dazu habe hier auch der Preisdruck nachgelassen.

Den Konsolidierungstrend in der Branche sieht der Experte noch nicht beendet, obwohl 2005 nur ein Unternehmen akquisitionsbedingt aus der Top 25-Liste verschwunden ist. "Die Größe ist in der Branche ein wichtiger Faktor", meint Biller. Die börsennotierten Branchengrößen würden deshalb ihre Strategie fortsetzen und kleinere nicht börsennotierte Unternehmen aufkaufen. Bereits jetzt ist Deutschland im Systemhaus-Bereich nach Expertenmeinung vom Volumen her der mit Abstand größte Markt in Europa.

Gerechnet nach inländischen Umsätzen führt die Computacenter AG mit einem Umsatz von 971 Mio. Euro das Ranking der deutschen Systemhäuser an. Die Bechtle AG folgt laut der Umfrage von ComputerPartner mit einem Umsatz von 784,2 Mio. Euro auf dem zweiten Platz. Den dritten Rang hat sich erneut die Leipziger PC-Ware gesichert, die im vergangenen Jahr ihren Umsatz um 13 Prozent auf 345 Mio. Euro steigern konnte. (pte)

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