Kostunica: Kosovo bleibt Bestandteil Serbiens

3. Juli 2006, 18:59
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Serbischer Regierungschef in Gracanica - "Unverrückbarer Rechtsstandpunkt" Belgrads

Belgrad - "Kosovo war serbisch und wird ein Bestandteil Serbiens bleiben", erklärte der serbische Regierungschef Vojislav Kostunica am Mittwoch bei seinem Besuch in der Serbenenklave Gracanica, östlich von Pristina. Gracanica sei der geeignetste Ort, diesen Standpunkt vorzutragen, sagte der Premier. Dort hatte am Vormittag ein feierlicher Gedenkgottesdienst zu Ehren der Helden der Schlacht auf dem Amselfeld gegen die Osmanen 1389 stattgefunden.

Niemand habe jemals einen festeren Rechtsstandpunkt eingenommen, als Serbien in den aktuellen Kosovo-Debatten, unterstrich der serbische Regierungschef. Belgrad widersetzt sich strikt einer Loslösung der UNO-verwalteten Provinz mit albanischer Mehrheitsbevölkerung von Serbien und tritt für eine substanzielle Autonomie ein. Die Nichtanerkennung eines unabhängigen Kosovo hatte Kostunica am Dienstagabend vor dem Londoner Königlichen Institut für Verteidigungs- und Sicherheitsstudien mit der Verteidigung "nicht nur unserer Freiheit und demokratischen Ordnung, sondern auch der regionalen Stabilität sowie der Grundprinzipien der internationalen Ordnung" begründet. (APA)

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