Jeder zweiter Österreicher sieht keinen Sinn darin

21. Juli 2006, 16:02
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VCÖ: Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer werden laut schlechter gesehen

Wien - Jeder zweite Österreicher meint, dass Licht am Tag wenig oder gar nichts für die Verkehrssicherheit bringt. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage im Auftrag des Verkehrsclub Österreich. Vor allem Männer und Lenker über 50 Jahre sehen die neue Verordnung skeptisch, teilte der VCÖ am Mittwoch mit.

"Mehr als ein halbes Jahr nach Einführung der Pflicht zu Licht am Tag zweifelt jeder zweite Österreicher am Sinn der Lichtpflicht. 53 Prozent der Autofahrer sind der Meinung, dass Licht am Tag für die Verkehrssicherheit wenig oder gar nichts bringt", sagte VCÖ-Experte Martin Blum.

Licht am Tag sei vor allem ein weiteres Verkehrsrisiko: "Die Skepsis der Österreicher wird durch Erfahrungen anderer Länder bestätigt. In Dänemark ist die Zahl der Fußgängerunfälle nach Einführung von Licht am Tag um fünf Prozent gestiegen", so Blum.

Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer werden laut dem Verkehrsclub infolge von Licht am Tag schlechter gesehen. Aus diesem Grund forderte der VCÖ eine Reform der Lichtpflicht: "Licht am Tag sollte nur im Herbst und Winter gelten. In diesen Monaten sind auch untertags die Lichtverhältnisse öfters schlecht. Zudem sind wir für eine Einschränkung auf Autobahnen und Schnellstraßen", schlug Blum vor.

Ein Ende der Lichtverordnung würde laut dem VCÖ auch die Geldbörse entlasten und die Umwelt schonen: Licht am Tag erhöhe den Spritverbrauch und es entstünden Mehrkosten von rund 40 Millionen Euro im Jahr. (APA)

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