Halbleiter, Spracherkennung, Elektronik

4. Juli 2006, 19:46
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Elektronik für Auto und Industrie

Im Villacher Technologiepark St. Magdalen wurde am Freitag das neu gegründete Kompetenzzentrum für Automobil- und Industrieelektronik (KAI) eröffnet. In Kooperation von Industrieunternehmen und Bildungseinrichtungen soll dort künftig an Elektronikkomponenten für die Fahrzeugindustrie geforscht werden. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Hochtemperaturelektronik, vor allem zur Reduzierung der Hitze- und Kälteanfälligkeit von elektronischen Bauteilen im Auto. Partner dieser neuen Forschungseinrichtung sind die Unternehmen Infineon Technologies Austria mit 60 Prozent sowie Magna Powertrain, Epcos und Flextronics. Dazu kommen die Technischen Universitäten Wien und Graz, die Montanuniversität Leoben und die Uni Klagenfurt.

Halbleiter auf Keramikplatte

Der Elektronikkomponentenhersteller Epcos OHG mit Sitz im weststeirischen Deutschlandsberg hat den diesjährigen Fast Forward Award für Großbetriebe gewonnen. Das Unternehmen wurde für sein Projekt Wireless-LAN-Module ausgezeichnet. Mithilfe einer neuen Technik können die meisten für die drahtlose Übertragung benötigten Halbleiter auf einer Keramikplatte angebracht werden. Dadurch kann das Modul sehr klein gehalten werden und ist besonders Platz sparend in Mobiltelefonen oder Notebooks einsetzbar. Das Unternehmen ist auch für den Österreichischen Staatspreis für Innovation der Förderbank AWS - Austria Wirtschaftsservice nominiert.

Netzwerk für Spracherkennung

Die TU Graz, Philips und weitere Partner aus Forschung und Wirtschaft haben ein Kompetenznetzwerk gegründet, das sich mit der Forschung und Entwicklung von Spracherkennung und Natural Language Processing beschäftigt. "Coast" (Competence Network for Advanced Speech Technologies) soll den Wirtschaftsstandort Österreich im global wachsenden Sprachtechnologiemarkt stärken. Das Netzwerk besteht aus derzeit drei wissenschaftlichen Institutionen (TU Graz, Österreichisches Forschungsinstitut für Artificial Intelligence / ÖFAI, Technikum Wien) sowie sechs Unternehmen (u. a. Philips, NOA Audio Solutions, Sail Labs Technology, GWI Research). Coast stehen für die Laufzeit von vorerst vier Jahren insgesamt knapp elf Mio. Euro zur Verfügung, wovon rund die Hälfte aus öffentlichen Fördermitteln des Wirtschaftsministeriums sowie Länderförderungen kommt.

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