Allianz-Immobilien gehen für 450 Mio. Euro an conwert, Eco Business

11. Juli 2006, 13:51
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Das von conwert Immobilien Invest AG und Eco Business-Immobilien AG erworbene Portfolio umfasst 106 Immobilien

Wien - Die Allianz-Österreich-Gruppe hat für knapp über 450 Mio. Euro ihren gesamten Immobilien-Bestand in Österreich an ein 50:50-Joint-Venture der beiden heimischen börsenotierten Immo-Gesellschaften conwert und Eco Business verkauft.

Das von conwert Immobilien Invest AG und Eco Business-Immobilien AG erworbene Portfolio umfasst 106 Immobilien mit rund 215.000 m2 Nutzfläche, teilten die beteiligten Unternehmen am Mittwoch mit.

conwert, Eco geben Hälfte des Zukaufs wieder ab

Rund die Hälfte des Immobilienvermögens wird von conwert und Eco Business langfristig im Bestand gehalten werden, erklärten die Unternehmen am Mittwoch weiter. Die restlichen 50 Prozent wurden demzufolge über eine Akquisitions- und Tradingholding erworben, an der neben conwert und Eco Business-Immobilien AG auch Pirelli RE, eine der größten Immobiliengesellschaften Europas, über deren Deutschland-Tochter P & K Real Estate zu einem Drittel beteiligt ist.

Die Allianz-Gruppe in Österreich verspricht sich vom Immo-Verkauf neben der Stärkung der Eigenkapitalbasis auch höhere Renditen aus der dynamischeren Veranlagung. "Für die von uns verfolgte Strategie der Diversifizierung war jetzt der perfekte Zeitpunkt" (für den Verkauf), erklärte dazu Allianz Chief Investment Officer Martin Bruckner am Mittwoch. Aktueller Schwerpunkt der Wiederveranlagung seien vorwiegend Euro-Anleihen erstklassiger Schuldner. Davon verspricht sich Bruckner eine größere Beweglichkeit in seinen Investitionsentscheidungen und letztlich eine höhere Rendite für Kunden und Aktionäre. Ende Oktober 2005 war der Allianz-Immo-Bestand national und international ausgeschrieben worden.

Nutzung zu Wohnzwecken

Die conwert Immobilien Invest AG übernimmt aus dem Allianz-Portfolio 24 Immobilien mit einer Gesamtnutzfläche von 69.000 m2. Der Großteil der Liegenschaften wird zu Wohnzwecken genutzt und befindet sich in Wien, darunter zahlreiche repräsentative Altbau-Immobilien an der Wiener Ringstraße und im 1. Bezirk wie etwa am Kärntner Ring oder in der Bösendorfer Straße.

Eco Business erwirbt vier Objekte, die von der Lage her "einzigartig" seien. Die Liegenschaften werden beinahe ausschließlich zu Büro- und Gewerbezwecken genutzt und verfügen über eine Gesamtnutzfläche von 25.000 m2. Darunter befinden sich prominente Adressen wie der Opernringhof vis-a-vis der Staatsoper in Wien oder hochwertige Bürobauten am Schwarzenbergplatz.

Gemeinschafts-Portfolio

Das Gemeinschafts-Portfolio, in dem die nun akquirierten Immobilien teils auch wieder veräußert werden, umfasst 78 Liegenschaften. Neben conwert und Eco Business (je 33,33 Prozent) ist am Gemeinschafts-Portfolio auch P & K Real Estate, eine Tochter von Pirelli RE (90 Prozent) und Kronberg International (10 Prozent), mit 33,33 Prozent beteiligt. Die Nutzfläche des Gemeinschafts-Portfolios beträgt 121.000 m2. Rund die Hälfte der Immobilien befindet sich in Wien, die übrigen zumeist an Topstandorten in den Landeshauptstädten. 31 Immobilien (39.000 m2) werden mehrheitlich zu Wohnzwecken genutzt, 47 sind Büro- und Geschäftsimmobilien (82.000 m2).

conwert und Eco Business würden ihren Wachstumskurs auch in Zukunft konsequent fortsetzen, hieß es am Mittwoch seitens der beiden Unternehmen. Bei conwert solle nach dem erfolgreichen Abschluss des Allianz-Deals vor allem der Ausbau des internationalen Immobilien-Portfolios forciert werden. Expansionsschritte könnten auch mit einem international starken Partner wie Pirelli RE umgesetzt werden, um von dessen internationaler Präsenz zu profitieren und mit dem eigenen Know-how im Wohnimmobilienbereich zu kombinieren.

Auch in der Eco Business sei die Akquisitions-Pipeline mit mehreren Projekten gut gefüllt: Insgesamt verfüge das Unternehmen über ein Investitionskapital von mehr als 200 Mio. Euro - das Immobilien-Portfolio könne damit um attraktive Immobilien ausgebaut und im nächsten Quartal auf rund 750 Mio. Euro gesteigert werden. (APA)

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