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Trend und Tradition

4. Juli 2006, 16:56
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Ein historisches Bauernhaus bietet nur begrenzten Platz zum Wohnen. Für die Bewohner - zwei Schwestern und ihre Familien - wurde es schlichtweg zu eng.























Als sich die Familien vergrößerten begann man auch über eine Erweiterung des verschindelten Holzhauses nachzudenken. Drei Kinder benötigen nun mal mehr Raum. Bei dieser Gelegenheit sollte auch gleich dem Wunsch nach mehr Licht nachgekommen werden. Traditionelle Bauten besitzen leider oft sehr kleine Fenster, durch die kaum Licht fällt und daher so den Anforderungen des heutigen Lebensgefühls - dem Wunsch nach lichtdurchfluteten Räumen - nicht mehr entsprechen.

Das Wiener Architekturbüro Caramel nahm die kreative Aufgabe an, eine Symbiose aus Alt und Neu zu schaffen. Bei den folgenden Umbauarbeiten war es für die Architekten wichtig, das alte Haus völlig in Ruhe zu lassen. Der Neubau wurde deutlich abgesetzt. Eine Treppe, die hinauf auf die Dachterrasse führt und hinab in den Garten, trennt die beiden Baukörper.

Der neue Teil wurde auf die Garage aufgesetzt. Platziert sind hier ein zweites Wohnzimmer und ein Schlafzimmer mit Badezimmer in räumlich völlig getrennten Boxen, verbunden durch eine kleine Glasbox, die als Vorraum dient. Gebaut wurde in Holzriegelbauweise mit Aussteifungen. Die beiden autarken Kisten, die jeweils ca. 20 Quadratmeter messen, haben sich die Bauherren als absoluten Privatbereich für Erwachsene zugestanden und zur kinderfreien Zone erklärt. Die Schlafzimmerbox ist nach Osten ausgerichtet. Hier knickt die Box nach unten ab und richtet das Blickfeld auf die traumhafte Umgebung. Damit dieses Szenario noch besser zur Geltung kommt, sind vor der Glasfassade zwei riesige Stufen platziert. Hier kann man wunderbar verweilen und die Landschaft noch besser einfangen. Das Wohnzimmer ist im Prinzip das Gegenstück zur Schlafzimmerbox und ist nach Westen orientiert. Die Kiste bricht allerdings nach oben auf. So kann man das Licht und die Sonne langmöglichst genießen. Sollte es einmal doch zu viel des Guten werden, wurde vorsorglich als Sonnenschutz ein Kunststoffvorhang montiert. Interessant dabei: der Vorhang wurde außen angebracht.

Als Material für das Trend-Haus wurden zum Beispiel Faserzementplatten verwendet. Diese werden normalerweise an der Außenfassade angebracht. Doch hier ist das ganz anders. Die Architekten haben das lichtdurchflutete Badezimmer damit verkleidet. Dafür wurden die beiden Boxen außen mit einer Polyurethanbeschichtung versehen. Das bedeutet, dass eine Kunststoffschicht wurde über das fertigen Quader gestülpt wurde. Als Endergebnis ergibt das eine fugenlose dunkelgraue Fassade.

Ein gelungenes Projekt. Die Architekten überlassen jedoch bescheiden einem Teil des Gelingens der wunderbaren Landschaft mit Postkartenpanorama, indem das Haus optimal zur Geltung kommt.
Architekt:

Caramel
tel: +43 (1) 596 34 90 - 0
fax: +43 (1) 596 34 90 - 20
eMail: kha caramel.at
http://www.caramel.at
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