Fenster- und Türenbranche hofft auf Aufschwung

27. Juli 2006, 14:20
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Jährliches Wachstum von drei Prozent prognostiziert -Konzentrationsprozess schreitet voran

Wien - Die Situation am österreichischen Fenstermarkt blieb im Vorjahr weiter angespannt. Trotz gestiegener Durchschnittspreise konnte 2005 nicht wertmäßig zugelegt werden. Für die nächsten beiden Jahre sei am Fenster- und Türenmarkt mit einem jährlichen Wachstum von 3 Prozent zu rechnen - großteils dank eines wieder erstarkten Sanierungsmarkts, heißt es im Branchenradar des Marktforschungsunternehmens Kreutzer Fischer & Partner.

Im Jahr 2005 sanken die Umsätze am Fenster- und Türenmarkt um 0,6 Prozent auf 657 Mio. Euro. Den stärksten Absatzrückgang mit minus 10 Prozent verzeichneten Holzfenster. Die Substitution durch Holz/Alu-Fenster oder Kunststoff setzt sich fort. Fast 60 Prozent aller verkauften Fenster sind 2005 bereits Kunststofffenster.

Mit einem Umsatzanteil von 80 Prozent ist der Wohnbau das entscheidende Marktsegment für die Fensterbranche, die Neubaubewilligungen seien auf einem historischen Tiefstand. Aber auch der Sanierungsmarkt komme nicht in Fahrt, so dass die Rückgänge aus dem Neubau nicht wettgemacht werden können. Dennoch ist die Sanierung für Fenster in der Zukunft ein wichtiger Hoffnungsmarkt. Treiber dafür sind die stark steigenden Energiepreise und Änderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen, meinen Kreutzer Fischer & Partner.

Konzentrationsprozess schreitet voran

Der Konzentrationsprozess am Fenster- und Türenmarkt schreitet voran. Die fünf größten Anbieter halten bereits fast 45 Prozent der gesamten Absatzmenge. Diese Konzentrationstendenz findet vor allem in den wichtigen Absatzmärkten im Osten Österreichs statt. In Vorarlberg und Tirol herrschen noch immer weitgehend regionale Anbieterstrukturen vor.

Die Top-10-Anbieter halten schon mehr als 55 Prozent Marktanteil. Internorm ist mit rd. 17 Prozent weiterhin unangefochten Marktführer, gefolgt von Josko und Gaulhofer. Die Marktanteilssteigerungen von Internorm und Josko sind vor allem auf das Marktwachstum bei Kunststoff-Fenster und Holz-Alu-Fenster zurückzuführen, so die Marktforscher. (APA)

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    Im Jahr 2005 sanken die Umsätze am Fenster- und Türenmarkt um 0,6 Prozent auf 657 Mio. Euro.

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