1,3 Millionen Iraker im eigenen Land vertrieben

21. Juli 2006, 13:57
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UNO: Fünf Prozent der Bevölkerung auf der Flucht

New York - Seit dem Bombenanschlag auf eines der wichtigsten schiitischen Heiligtümer vor vier Monaten sind im Irak rund 150.000 Menschen aus ihren Häusern geflohen. Die Vereinten Nationen erklärten am Dienstag in New York, derzeit seien insgesamt 1,3 Millionen Iraker im eigenen Land auf der Flucht. Das entspreche etwa fünf Prozent der Bevölkerung.

In ihrer Stellungnahme äußerte sich die UNO-Mission im Irak (UNAMI) besorgt über die wachsende Gewalt seit dem Bombenanschlag auf die Askariya-Moschee in Samarra Ende Februar. Als Vergeltung für den Anschlag griffen Schiiten sunnitische Moscheen und Geistliche an. Die UNAMI erklärte, im gesamten Land seien Angehörige aller Volksgruppen auf der Flucht. So hätten in den vergangenen zwei Wochen rund 3.200 Familien die Stadt Ramadi wegen einer Militäroperation unter US-Führung verlassen. (APA/AP)

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