"Vindobona": Keine Lösung in Sicht

11. Juli 2006, 15:06
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Weitere Vorstellungen des Kabarettlokals abgesagt

Wien - Das Wiener Kabarettlokal Vindobona muss auf Grund der "dramatischen Finanzlage" weitere Vorstellungen absagen, teilte der Betreiber Wolfgang Gratzl am Donnerstag in einer Aussendung mit. Die Finanzierungszusage des Kulturamts der Stadt Wien für die Fertigstellung des Umbaus sei immer noch ausständig, daher könne der Kabarettist Reinhard Nowak am Freitag nicht auftreten. Auch die Fußball-Übertragungen der WM-Finalspiele am Wochenende wurden gestrichen.

Baukostenfrage

Der Finanzbedarf für die Fertigstellung des Vindobona beträgt nach früheren Angaben 455.000 Euro, die Stadt Wien verweigert jedoch nach einer Baukosten-Subventionierung in Höhe von 1,35 Millionen Euro eine weitere Unterstützung. Bei einer Nachfrage im Büro von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny hieß es nur, man wolle dieses Thema nicht mehr kommentieren. Ende Juni hatte es geheißen, dass es definitiv kein Geld mehr seitens der Stadt geben werde, man aber bei der Sponsorensuche behilflich sei.

Gratzl hatte gemeint, der Betrieb könne unter den derzeitigen Bedingungen "nur noch wenige Tage aufrechterhalten" werden. Üblicherweise finanziere sich das Vindobona gänzlich ohne Subventionen selbst, daher sei die Situation des Kabarettlokals auch nicht mit jener anderer Theater nach der Theaterreform zu vergleichen. Während es bei diesen nämlich um jährliche Förderungen gehe, benötige das Vindobona nur den letzten Teil des Baukostenzuschusses. Dieser scheint aber nicht in greifbarer Nähe, eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. (APA)

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