Österreicher gegen Gewerkschaftschefs im Nationalrat

4. Juli 2006, 15:56
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OGM-Report-Umfrage: Befragte sehen SPÖ trotzdem geschwächt

Wien - Die Österreicher sind grundsätzlich mit SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer einer Meinung, dass Spitzengewerkschafter nicht mehr im Nationalrat vertreten sein sollten. Trotzdem glauben sie, dass sich durch den jüngsten Streit zwischen Partei und Gewerkschaft in dieser Frage die Chancen bei der Wahl eher verschlechtert haben. Das ist das Ergebnis einer OGM-Umfrage für den ORF-"Report".

Konkret befürworten 60 Prozent den Gusenbauer-Vorschlag, dass ÖGB-Präsident und die Chefs der Teilgewerkschaften auf ein Mandat im Nationalrat verzichten sollen. Nur 24 Prozent lehnen das ab. Auch bei der grundsätzlichen Frage, ob Vorsitzende der Sozialpartner-Organisationen im Parlament vertreten sein sollen, zeigt sich mit 46:36-Prozent eine ablehnende Haltung.

Wahlchancen

Obwohl die Österreicher hier also mit dem SPÖ-Chef einer Meinung zu sein scheinen, glauben sie nicht, dass Gusenbauer sein Manöver recht viel weiterhilft. 38 Prozent denken, dass die Wahlchancen der SPÖ gleich geblieben sind, 32 Prozent vermuten sogar eine schlechtere Ausgangsposition. Nur 16 Prozent nehmen an, dass sich die Lage verbessert hat.

Für diese Untersuchung wurden Ende Juni 500 Österreicher telefonisch befragt. OGM gibt die Schwankungsbreite mit plus/minus 4,5 Prozent an. (APA)

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