Französische Börsenaufsicht durchsucht Pariser EADS-Zentrale

27. Juli 2006, 19:50
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Lösungen für EADS-Krise laut Finanzminister Breton kurz vor dem Abschluss

München/Paris - Die französische Börsenaufsicht AMF durchsucht nach Angaben des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS derzeit dessen Zentrale in Paris. Die Durchsuchungen bezögen sich auf die Entwicklung des Handels mit EADS-Aktien und die Zeitpunkte entsprechender Mitteilungen gegenüber der Börse, teilte der Konzern am Dienstag mit. "In dieser Angelegenheit arbeitet EADS in vollem Umfang mit der AMF zusammen", bekräftigte EADS. Mitte Juni hatte die EADS-Tochter Airbus Lieferverzögerungen bei ihrem Prestigeobjekt A380 bekannt gegeben und damit einen Kurssturz der EADS-Aktie ausgelöst.

Lösungen der Krise bei EADS sind indes dem französischen Finanzminister Thierry Breton zufolge kurz vor dem Abschluss und im Rahmen des Aktionärspaktes des Konzerns. Er habe sich mit den industriellen Anteilseignern von EADS, dem Medienkonzern Lagardere und dem Autobauer DaimlerChrysler, mehrfach getroffen, sagte Breton am Dienstag im Parlament. "Die Vorschläge, die kurz vor dem Abschluss und im Rahmen des Paktes sind, werden selbstverständlich von ihnen angekündigt", sagte Breton. (APA/Reuters)

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