FSG-Chef verzichtet auf Nationalrats-Kandidatur

5. Juli 2006, 08:24
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Nach ÖGB-Chef will auch Beck nicht auf SPÖ-Liste antreten und droht SPÖ mit Entzug der Unterstützung im Wahlkampf

Wien - Der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter, Wilhelm Beck, verzichtet auf eine Nationalrats-Kandidatur. Beck, der auch Vorsitzender der Gewerkschaft der Chemiearbeiter ist, erklärte Dienstag abend lauf Vorausmeldung in der ORF-Sendung "Report" auf die Frage, ob er für den Nationalrat kandidieren werde: "Ganz sicher nicht. Auf keiner wie immer gearteten Liste. Ich habe kein Mandat, ich brauche kein Mandat und ich werde auch keines wahrnehmen".

Unmut

Die sozialdemokratischen Gewerkschafter hatten zuletzt ihrem Unmut über SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer intern Ausdruck verliehen. In einem Brief an eigene Spitzenfunktionäre wird dem Parteivorsitzenden vorgeworfen, die FSG öffentlich zu demütigen und die Öffentlichkeit falsch über jene Präsidiumssitzung informiert zu haben, bei der es um den Ausschluss von Spitzengewerkschaftern aus dem Nationalrat ging. Nun überlegt man offenbar, der SPÖ die Unterstützung im Wahlkampf zu entziehen.

Denn Beck schließt in dem von ihm und Bundessekretärin Roswitha Bachner gezeichneten Schreiben mit der Ankündigung, einen außerordentlichen FSG-Vorstand einzuberufen, um "über die weitere Vorgangsweise der FSG im Wahlkampf" zu beraten. (APA)

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    "Ich habe kein Mandat, ich brauche kein Mandat und ich werde auch keines wahrnehmen", so der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter, Wilhelm Beck.

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