Bill Gates sorgt sich um Ansehen der USA in der Welt

31. Juli 2006, 10:22
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Microsoft-Gründer kritisiert Intervention im Irak

Microsoft-Gründer Bill Gates sorgt sich um das Ansehen der Vereinigten Staaten in der Welt. "Der Anstieg des Antiamerikanismus in Europa und im Rest der Welt beunruhigt mich", sagte der US-Softwareunternehmer und reichste Mann der Welt der deutschen Zeitschrift "Cicero". Er finde es "erschreckend", dass es jahrzehntelange Bemühungen gebraucht habe, um das Bild der USA im Ausland zu verbessern, "und dann genügt ein Wort, ein Satz oder Ereignis, um all dies wieder zunichte zu machen".

Viel zu viel Militär

Die US-Regierung habe in den vergangenen drei Jahren viel zu oft militärische Mittel eingesetzt und nicht genügend diplomatische Anstrengungen unternommen, kritisierte Gates. Er war und sei immer noch gegen den Einsatz im Irak.

Sympathie und Vertrauen

Er habe "ganz stark" den Eindruck, dass Amerika seinen Vorrat an Sympathie und Vertrauen restlos ausgeschöpft habe, den es nach den Attentaten vom 11. September 2001 zu haben schien. Die US-Regierung verstehe nicht, dass es äußerst wichtig sei, freundschaftliche Kontakte mit den moslemischen Gemeinschaften auf der ganzen Welt aufzunehmen, sagte Gates. "Mein Eindruck ist leider, dass wir uns mit unserer Außenpolitik mehr Feinde als Freunde machen."(APA/AFP)

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