RTR fixiert Geräteförderung für digitales Antennenfernsehen

5. Juli 2006, 10:53
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40 Euro "Frühumsteigerbonus" und für Gebührenbefreite - Nur für MHP-Boxen

Die Geräteförderung für die Einführung des digitalen Antennenfernsehens ab Herbst 2006 ist nun fix, teilte die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) am Dienstag mit. Einen Einmalbetrag von 40 Euro als Zuschuss zum Erwerb einer so genannten Set-Top-Box, die zum Empfang der digitalen Signale nötig ist, gibt es demnach für schnell Entschlossene sowie für Personen, die von den Rundfunkgebühren befreit sind.

100.000 Geräte

So funktionieren die Förderungen: Alle bei der ORF-Tochter GIS gemeldeten und nicht gebührenbefreiten Haushalte in den von der Umstellung betroffenen Gebieten bekommen einen 40-Euro-Gutschein für eine Box. Dieser ist aber nur innerhalb von zwei Monaten ab Sendestart und nur für die ersten 100.000 Geräte gültig.

Umstellung erleichtert

Wer von der ORF-Gebühr befreit ist, kann den 40-Euro-Gutschein anfordern. Damit wolle man wirtschaftlich schlechter gestellten Haushalten die Umstellung erleichtern, so die RTR. Dieser gilt über mehrere Monate und ist an kein Kontingent geknüpft.

Der Gutschein kann nur für Boxen eingelöst werden, die "zertifiziert" und mit einem entsprechenden bunten Aufkleber gekennzeichnet sind. Nur bei diesen Geräten könne die einwandfreie technische Funktionalität und der Empfang der integrierten Zusatzdienste (MHP Multitext) gewährleistet werden, betonte die RTR.

"Multimedia Home Platform"

Der Teletext der neuen Generation von ORF und ATV wird nämlich auf dem Standard "Multimedia Home Platform" (MHP) basieren und kann nur mit MHP-Boxen genutzt werden. Kosten sollen diese Decoder zwischen 100 und 150 Euro. Mit Geräten ohne MHP ist zwar auch der TV-Empfang möglich, Förderung gibt es aber für ihren Erwerb keine. Wer ohnehin die Anschaffung eines neuen Fernsehers plant, muss eventuell gar keine Box kaufen: Zahlreiche neue TV-Geräte verfügten bereits über einen integrierten Empfänger für digitales Antennenfernsehen, so die RTR.

Analog auf digital

Ab Herbst 2006 startet in den österreichischen Ballungsräumen die Umstellung von analogem auf digitales Fernsehen. Durchgeführt wird sie von der ORF-Sendetechniktochter ORS. In der ersten Tranche werden ORF 1, ORF 2 und ATV und der neue Teletext zur Verfügung stehen. Die technische Reichweite woll rund 70 Prozent der österreichischen Bevölkerung betragen. Der Start einer zweiten Tranche mit drei weiteren TV-Programmen ist für Frühling 2007 geplant. Bis zum Jahr 2010 wird digitales Antennenfernsehen eine technische Reichweite von rund 95 Prozent erreichen, sieht der Digitalisierungsplan vor.(APA)

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