Haider trat beim FC Kärnten zurück

31. Juli 2006, 12:38
31 Postings

Unstimmigkeiten wegen Trainerwahl - Ma­nager Hafner: "Muss auch so weiter gehen"

Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (B) hat sein Amt als Präsident des FC Kärnten niedergelegt. Auslöser für diesen Schritt waren Unstimmigkeiten zwischen dem Politiker und der Vereinsführung bezüglich der Bestellung eines neuen Trainers. "Es ist traurig - aber es muss auch so weiter gehen", erklärte Günter Hafner, Manager des Erstdivisionärs, auf Anfrage der APA - Austria Presse Agentur.

Erst vor wenigen Wochen war Ex-Sturm-Trainer Michael Petrovic als neuer Chef-Coach vorgestellt worden, bevor dieser es vorzog, nach Japan weiter zu wandern. Derzeit fungiert der Kärntner Richard Huber als Trainer des FC Kärnten. Jörg Haider hätte viel lieber den Ex-FCK-Kicker Heimo Vorderegger und Günther Gorenzel, Co-Trainer von 1860 München, in diesem Amt gesehen.

"Wir haben im Vorstand einen Beschluss gefasst, den Jörg Haider nicht akzeptiert hat", begründete der Geschäftsführende Präsident des FC Kärnten, Josef Steindorfer, den Rücktritt des Kärntner Landeshauptmanns als Fußball-Präsident. Ob dieser Beschluss die fixe Installierung von Richard Huber als neuen Trainer beinhaltet, wollte Steindorfer gegenüber der APA - Austria Presse Agentur nicht sagen. "Das Ergebnis werden wir am Donnerstag bekannt geben".

"Wir haben immer eine gute Gesprächsbasis gehabt", betonte Steindorfer, räumte jedoch gleichzeitig ein, dass es oft schwierig gewesen sei, mit Haider Kontakt zu halten, da dieser als Landeshauptmann über wenig Zeit verfüge. Jedenfalls habe Haider den Ex-FCK-Kicker Heimo Vorderegger und Günther Gorenzel, Co-Trainer von 1860 München, als Trainer-Duo favorisiert. "Diese Lösung ist jedoch nicht akzeptabel", erklärte Steindorfer.

Gorenzl sei bei 1860 München unabkömmlich und Vorderegger verfüge über "keine Erfahrung als Trainer", so der FCK-Funktionär. "Außerdem gehen wir nicht mit einem Risikobudget in die Meisterschaft", spielte Steindorfer auf den Kostenfaktor an.

"Bei der Suche nach einem neuen Präsidenten lassen wir uns Zeit", erklärte Steindorfer. Immerhin verfüge der Verein mit seiner Person über einen Geschäftsführenden Präsidenten. Man sei jedoch für jeden Bewerber offen, der den FC Kärnten mittragen wolle. (APA)

Share if you care.