Ausstellung zum 100-jährigen Bestehen des Burgmuseums Hardegg

4. Juli 2006, 17:05
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Von 29. Juni bis 15. November - Hardegg eine der größten Burg-Anlagen des Hochmittelalters

Hollabrunn - Zu einer Sonderausstellung lädt die Burg Hardegg im Bezirk Hollabrunn (NÖ) ab Donnerstag. Anlass ist das 100-jährige Bestehen des Burgmuseums. Die Schau ist bis 15. November zu sehen.

Die Burg birgt eines der frühesten Privatmuseen Österreichs. 1878 gab Fürst Johann Carl Khevenhüller-Metsch dem Burgarchitekten Carl Gangolf Kayser den Auftrag, die Burg als angemessenen Rahmen für seine Mittelaltersammlung sowie ein "Kaiser Maximilian von Mexiko"-Museum zu adaptieren. Nach dem Tod des Fürsten 1906 wurden die privaten Schauräume auch für Besucher geöffnet, berichteten die Veranstalter.

Maximilian-Sammlung verschwand gößtenteils

Bei Plünderungen nach dem Zweiten Weltkrieg verschwand ein Großteil der Maximilian-Sammlung, sie wurde in jahrzehntelanger Arbeit wieder aufgebaut und laufend erweitert. Auch vom Fürsten Khevenhüller-Metsch selbst, dem Waffengefährten des Kaisers in Mexiko, sind zahlreiche Erinnerungsstücke erhalten.

Im Rahmen der Sonderausstellung werden nun auch die Ergebnisse der Bauforschung präsentiert, die von 2000 bis 2002 durchgeführt worden war. Dabei stellte sich heraus, dass Hardegg nicht nur eine der größten Anlagen des Hochmittelalters, sondern als Sitz der bedeutendsten Grafen Österreichs kurzfristig sogar politisches Zentrum des Landes war. Zudem wird im benachbarten Ostturm das Leben des Bauherrn und Kunstmäzens Johann Carl Khevenhüller-Metsch und seiner Familie beleuchtet, im großen Kapellentrakt ist das Maximilian-Museum zu sehen. (APA)

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