Objekt mit Kurs auf ISS konnte identifiziert werden

7. Juli 2006, 16:34
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Flugobjekt dürfte sich bis auf 240 Meter nähern - laut Moskauer Kontrollzentrum keine Gefahr für Besatzung oder Discovery-Flug

Moskau/Paris - US-Weltraumschrott aus den sechziger Jahren saust nach Angaben des russischen Weltraumkontrollzentrums auf die Internationale Raumstation ISS zu - ohne diese jedoch zu gefährden. Das Flugobjekt könne zwar bis auf 240 Meter an die derzeit von einem Russen und einem US-Astronauten bewohnte Station herankommen, sagte Kontrollzentrums-Sprecher Wsewolod Latischew am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP, "aber nach unseren Berechnungen ist die Wahrscheinlichkeit einer Kollision nahe Null."

Keine Flugbahn-Änderungen

Die Flugbahn der ISS müsse nicht geändert werden. Bei der Europäischen Raumfahrtagentur ESA in Paris hieß es, auch der für Samstag geplante Start der US-Raumfähre Discovery mit dem Deutschen Thomas Reiter zur ISS sei offenbar nicht in Gefahr.

Die russischen Behörden hatten zunächst vor einem unidentifizierten Flugobjekt gewarnt, das sich der ISS nähere und auch deren Besatzung in Gefahr bringen könne. "Die (US-Weltraumbehörde) NASA hat uns informiert, dass ein Objekt in etwa 2,8 Kilometern Entfernung an der Station vorbeifliegen wird", hatte der Ballistiker Alexander Kirejew gesagt und gewarnt: "Die Lage ist ziemlich ernst."

Die Raumfahrer an Bord der ISS, der Russe Pawel Winogradow und der US-Astronaut Jeffrey Williams, hätten sich nach seinen Worten möglicherweise in die Notkapsel Sojus TMA-8 zurückziehen müssen, um mit dieser notfalls auf die Erde zurückkehren zu können. Auch der für Samstag geplante Discovery-Start stehe auf der Kippe, hatte Kirejew gesagt.

79 Kilogramm schwere Nutzlast aus dem Jahr 1963

Nach Angaben Latischews handelt es sich bei dem jetzt identifizierten Weltraumschrott um eine 79 Kilogramm schwere Nutzlast, die 1963 von den USA ins All gebracht worden war. Bei der ESA hieß es, die US-Partnerorganisation NASA habe weder vor einer möglichen Verzögerung der Discovery-Mission noch vor einer eventuellen Evakuierung der ISS gewarnt. Den Berechnungen zufolge werde der vorbeifliegende Weltraummüll die Station nicht beeinflussen. (APA)

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    Das sich nähernde Objekt - ein Stück Weltraumschrott aus den 60er Jahren - dürfte die ISS in einer Entfernung von zumindest 240 Meter passieren.

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