Der Ölpreis steigt weiter an

29. Juni 2006, 08:45
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Preiserhöhungen bei Tankstellen in Österreich vor dem Ferienbeginn

Singapur/Wien – Der US-Ölpreis ist am Mittwoch über 72 Dollar (57,3 Euro) gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August kostete am frühen Morgen 72,16 US- Dollar. Das waren 24 Cent mehr als zu Handelsschluss am Dienstag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 27 Cent und stieg damit auf 71,25 Dollar. Der Autofahrerklub ARBÖ übte am Mittwoch Kritik an der Verteuerung der Spritpreise "pünktlich vor Ferienbeginn" bei Markentankstellen. "An fast allen Markentankstellen wurden Diesel und Benzinsorten um zwei bis drei Cent erhöht", erklärte der burgenländische Landesgeschäftsführer Rudolf Leeb in einer Aussendung: Nur bei den Diskontern sind die Preise bisher unverändert geblieben. Die Preiserhöhung habe sich zwar noch nicht auf die Durchschnittspreise in ganz Österreich durchgeschlagen. Nach Ansicht des Autofahrerklubs bestehe aber die Gefahr, dass nach dem Burgenland auch in Wien und Niederösterreich die Zapfsäulenpreise nach oben angehoben werden - also gerade in jenen Bundesländern, in denen an diesem Wochenende die Schulferien beginnen.

Eine generelle Preiserhöhungsrunde bei den Zapfsäulen in Österreich wäre auf Grund der jüngsten Entwicklungen an den internationalen Märkten keinesfalls gerechtfertigt, meint Leeb. "Seit Mitte April wurde der Euro gegenüber dem Dollar immer stärker. Weil wir die Treibstoffe in Österreich in Euro bezahlten, aber alle Öl- und Produktmärkte ausnahmslos in Dollar notieren, müssten die Autofahrer in allen Euro-Ländern schon längst vom erstarkten Euro profitieren", argumentiert der Autofahrerklub. Daher hätten die Treibstoffpreise auch in Österreich schon um 2 bis 3 Cent stärker nachgeben müssen. (Reuters, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.6.2006)

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