Oracle zieht gegen Red Hat ins Feld

31. Juli 2006, 10:15
10 Postings

Chef Ellison: "Unsere Kunden sind nicht zufrieden mit dem Support dieses Unternehmens" - Ergo wird die Software einfach übernommen und selbst gewartet

Der US-Softwarekonzern Oracle steigt nun gegen den Linux-Distributor Red Hat in den IT-Ring und zeigt wie man "freie Software" schnell eingemeinden und für sich beanspruchen kann.

Global Support Center

Oracle-Chef Larry Ellison meinte: "Unsere Kunden sind nicht zufrieden mit dem Support dieses Unternehmens. Also bieten wir ihnen und anderen diese Unterstützung an." "Diese Unterstützung" wird das neu gegründete Global Support Center für Red-Hat-Linux-Distributionen sein. Außerdem zeigte sich Ellison überzeugt, dass Red Hat seine Linux-Distribution nicht als geistiges Eigentum schützen könne und will diese daher als Basis für eine Oracle-eigene Variante benutzen.

Updates

Für die KundInnen bedeutet dies, dass sie in Zukunft Updates nicht mehr von Red Hat beziehen müssen oder können oder über die Oracle-Server. Die Idee ist keine Neue; Oracle kündigte schon vor einiger Zeit an, eine eigene Linux-Distribution etablieren zu wollen.

Interessenskonflikte

Warum es nun ausgerechnet Red Hat "erwischt" hat, liegt in den Eigentümerverhältnissen bei Suse. Aus Sicht von Ellison ist IBM dabei zu stark involviert, was wiederum " bei einer Übernahme eine sehr unkomfortable Situation werden kann". Für 2008 wird unter dem Namen "Fusion Application" ein komplett neues Produkt angeboten werden. Siebel-, Peoplesoft- und J.D.-Edwards-Applikationen werden in die Fusion Application aber nicht integriert werden.(red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Oracle-Chef Larry Ellison sieht große Defizite bei Red Hats Kundensupport.

Share if you care.